Salazar auf der Rentnerkoppel
Er hatte immer Spaß an der Arbeit, daher hatte Katrin Burger eine Weile gezögert, ob das Rentnerleben für ihren Salazar geeignet sei. Jetzt weiß sie es: Der jetzt 18-jährige Oldenburger Rappe wird keine Turniere mehr gehen; er genießt den faulen Lenz auf einer Rentnerkoppel bei Bruchsal.
Nach einer Kolik und einem Griffelbeinbruch im Frühjahr musste sich der schreckhafte Schwarze für den Ruhestand erst noch mal auskurieren, jetzt wird er von der Familie Eberhard „betütelt“, häufig aber auch von Katrin Burger selbst und ihrer langjährigen Bereiterin Nina Dirks – beide haben die besondere Pferdepersönlichkeit jetzt 13 Jahre lang betreut. Der Pensionsplatz im Grünen liegt nur wenige Kilometer vom Erdbeerhof entfernt; der Senior bekommt häufig Besuch. Der Sohn des Sandro Hit kam als Fünfjähriger zu Katrin Burger und Achim Neuberth in Ausbildung; damals waren sie noch in Oldenburg ansässig.
Salazar wurde zum erfolgreichsten Pferd in der Karriere der Ausbilderin und Zuchtexpertin. In seinem Sattel wurde sie 2017 Landesmeisterin und startete in der Großen Tour der Schleyer-Halle. Insgesamt 18 Drei-Sterne-Siege stehen auf dem gemeinsamen Konto. Dabei blieb Salazar auch mit zunehmendem Alter schreckhaft und explosiv. Laute Geräusche machten ihn fuchsteufelswild. Musikküren glichen stets Ritten auf dem Vulkan.
In der vergangenen Saison übergab Katrin Burger den Rappen an ihre Musterschülerin Ann-Kathrin Lachemann, die in seinem Sattel die Grand Prix-Lektionen erfühlte und mit zwei Drei-Sterne-Platzierungen den Grundstein für ihr Goldenes Reitabzeichen legte (rok/Foto: Doris Matthaes).
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