CHI: Laura Tomlinson blickt Richtung Paris
Viel besser als an diesem Wochenende hat man Laura Tomlinsons DSP Rose of Bavaria noch nicht gesehen. Von Beginn an fühlte sich die nun elfjährige Bordeaux-Tochter im Schlosspark wohl, nach einer 18 stündigen Reise war Tomlinson gemeinsam mit Lara Butler, Bereiterin am Stall Bechtolsheimer, in Donaueschingen angekommen. Nach dem Sieg im Grand Prix gestern, legten Tomlinson und Rose of Bavaria im Special heute noch eine Schippe drauf. Energievolle Piaffen und Passagen, eine vorbildliche Anlehnung und schnurgerade Wechsel gaben reichlich Punkte. Über 77 Prozent waren das Maß der Dinge. Laura Tomlinson: "Die Stute ist etwas ganz besonderes. Sie wird immer sicherer und hat deutlich an Muskelmasse zugelegt. Ich glaube wirklich an sie." Trainer Carl Cuypers, der bis 2019 im Süden Deutschlands Zuhause war, ergänzte: "Mit Rose of Bavaria möchte Laura gerne an alte Zeiten anschließen. Die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr, aber besonders die olympischen Spiele in Paris, sind unser Ziel." Schon deutlich besser zueinander fanden beim zweiten gemeinsamen Auftritt dreifach Weltmeisterin Fiontini und Patrik Kittel. Zwei der fünf Richter sahen die Neupaarung für Schweden ganz vorne, 76.085 Prozent brachten Platz zwei. "Heute haben wir uns schonmal deutlich weniger Fehler erlaubt, wir lernen uns weiter kennen. Wenn das so weitergeht sind Runden mit 80 Prozent und mehr durchaus möglich", so Kittel heute zufrieden. Gattin Lyndal Oatley, gestern noch Zweite, folgte mit Elvive.
Nicht verstecken musste sich in der Großen Tour von Donaueschingen Katrin Burger mit Fairtrade. Der Westfale zeigte großes Potential im Schlosspark, Piaffen und Passsagen werden besser und besser. Bei Burger reift der nun elfjährige Fiderstep-Nachkomme zu einem Grand Prix-Pferd für große Aufgaben heran. Mit ein bisschen mehr Kraft und Routine sind weit mehr als 69 Prozent drin.
In der Amateur-Tour auf S*-Niveau meldeten sich an diesem Wochenende Jennifer Nagel und ihr neunjähriger Jeandet zurück. Nachdem der Württemberger bei den Landesmeisterschaften mit der Anlehnung und Spannung zu kämpfen hatte, machte der Jazz-Nachkomme nun einen riesen Satz nach vorne. Schwungvoll, erhaben und ans Gebiss ziehend trabte Jeandet, bekannt für seine Bewegungsquälität, durch den Schlosspark. Jasmin Schaudts Schützlinge siegten in beiden Prüfungen dieser Tour völlig verdient, heute mit 71,798 Prozent. Deutlich steigern zum Auftakt am Freitag konnte sich auch Melina Katz, deren Betty Barkley wieder deutlich frischer wirkt. Die fehlerfreie Runde der Bronzemedaillen-Gewinner der Amateur-Landesmeisterschaften brachte mit 70,395 Prozent Platz zwei vor Madlin Zott und Quadrofina P, die mit der weißen Schleife beim CHI einen großen Erfolg feierten. (FA)
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