Andrea Schetter bei den Dressur-Amateuren vorne
Bei der zweiten Wertung zur Amateur-Landesmeisterschaft der Dressurreiter in Heddesheim am Sonntag wurde das Gesamtranking einmal durchgeschüttelt. Andrea Schetter, „Fourties“-Gewinnerin des Jahres 2018, stieg in der zweiten Wertung ein und siegte mit ihrem eleganten Wallach Forwinjo. Damit sicherte sie sich 20 Punkte in der Gesamtwertung, was für einen Start der besten 15 bei den Landesmeisterschaften in Meißenheim schon ausreichen dürfte. Auf Rang zwei landete die Tielverteidigerin Melina Katz, knapp geschlagen im Sattel ihrer Stute Betty Barkley. Die Schülerin von Ilona Kress muss auf den erlösenden zehnten S-Sieg und auf das Goldene Reitabzeichen eben noch etwas warten. In Heddesheim fehlten dreieinhalb Punkte.
Die Heddesheimer Qualifikation bei besten Bedingungen und einem sehr rührigen Veranstalter war auch von der Uneinigkeit der Richtergruppe geprägt. Jörg Beerhenke sah zum Beispiel Silke Schnells kapitalen Quaitui auf Rang eins; in der Tat zeigte der frühere Süddeutsche Champion große Höhepunkte in den Verstärkungen und Galoppwechseln. Allerdings vergab sein Richterkollege Achim Leicher über drei Prozent weniger. Silke Schnell kam in der Wertung auf Rang drei und darf in Meißenheim wohl reiten. Achim Leicher vergab auch für Isabella Eberhardt und ihren Flamenco vier Prozent weniger als Beerhenke und Frank Uhde. Das Paar belegte Rang vier und liegt nun nach einem zweiten Platz in Münsingen in der Gesamtwertung vorne.
Das Punktekarussell war aber gar nichts gegen das Urteil bei Elena Zanders El Curazon: Beerhenke und Uhde sahen das Paar bei 66 Prozent – Achim Leicher vergab nur 56 Prozent, etwa 40 Punkte weniger. Das sorgte am Viereckrand natürlich für Diskussionen.
Die dritte Qualifikation findet am kommenden Wochenende in Villingen statt. Dann reisen die 15 besten aus dem Gesamtranking nach Meißenheim, wo die Amateur-Landesmeisterschaften ausgetragen werden (rok/Foto: Sigi Offen).
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