Jettingen: Veranstalter gelingt eindrucksvolle Premiere
Zu Beginn dieses Jahres hatten Ann-Kathrin Nitsch (1.Vorsitzende im Reitverein Jettingen), Kassenwartin Gabi Müller und Dressurreiterin Miriam Graf eine Idee. Der überarbeitete zweite Außenplatz in Jettingen sollte erstmals für ein reines Dressurturnier genutzt werden. Doch Covid machte dem Orga-Team zum Ursprungs-Termin Mitte März einen Strich durch die Rechnung. "Uns war es ein besonderes Anliegen, dass auch Amateure bei unserer Dressur-Premiere an den Start gehen können. Wenn, dann wollten wir die Tore für alle Dressurreiter öffnen", so Miriam Graf, die den Dressursport in der Region vorantreibt. Die Terminverschiebung auf Ende Juni sollte sich lohnen. Die Veranstalter wurden überrannt. Namhafte Profis und Amateure aus ganz Baden-Württemberg sind in dieser Woche in die 8000 Einwohner Gemeinde gekommen. Neben der Breite stimmt auch die Qualität, das zeigte die heutige erste S-Dressur.
Sarah Viktoria Pürmaier, seit 13 Jahren im Dressurstall Matthes in Steinhilben Zuhause, setzte ihre derzeitige Siegesserie fort. Ihr Württemberger San Salvador (ZG: Xaver und Thomas Königer) glänzte wie schon zuvor in Aulendorf und Winterlingen über alle drei Gangarten hinweg. Bis zu 74 Prozent der Punkte vergaben die drei Richter. Sonja Pilton, Heidi Lebherz und Horst Eulich waren sich über Pürmaiers Sieg einig. Damit feierte die angehende Pferdewirtschaftsmeisterin den vierten S-Triumph innerhalb eines Monats. Einigkeit herrschte beim Richterkollegium auch über Platz zwei. Stefanie Lempart drehte mit der neunjährigen Latifa eine Runde, wie an der Schnur gezogen. 70,913 Prozent brachten höchst verdient die silberne Schleife. Dahinter reihten sich die Verfolger eng aneinander. Chiara Rüesch bewies einmal mehr viel Gefühl im Sattel. Ihr Aron blieb vor Christine Eberbachs Dywah, die zuvor in Ichenheim siegte. Fiona Serafina Lukas und Aragorn - die S-Sieger von Bietigheim - rundeten das starke Mittelfeld ab.
Zuvor hatten in Jettingen unter anderem Junioren EM-Teilnehmerin Lena Merkt und die australische Olympia-Reiterin Hayley Beresford Siege eingefahren. So mangelt es an namhaften Teilnehmern bei der Turnierpremiere vor Ort nicht. In die Zukunft geblickt, lässt sich Vereins-Chefin Ann-Kathrin Nitsch noch nicht in die Karten schauen. Eins steht jedoch fest: "Wir wollen dieses Turnier nicht nur beibehalten, sondern ausbauen. Wir blicken nach oben", erklärte die sympathische Turnierleiterin. Schon in diesem Jahr hat man mit Music Director Markus Hinzke, der kurz vor seiner Reise zu den olympischen Spielen nach Tokio steht, und dem Meldestellen-Team um Rene Appelt auf Profis gesetzt. Das neue Turnier im Kreis Böblingen ist eine Bereicherung für die Turnierlandschaft im Land. (FA)
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