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Freitag, 21.05.2021 um 05:53

Schmerzhafter Verlust für die Schwarzwälder Kaltblutzucht

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Das Haupt- und Landgestüt Marbach hat den Verlust des Schwarzwälder Elitehengstes Dachs zu beklagen. Der Hengst hatte nach einem normalen Tagesablauf am Abend Koliksymptome gezeigt, war sofort in die Klinik verbracht worden, wo er noch in der gleichen Nacht während der Operation verstarb.

Im Züchterstall von Christina und Alfred Laubis in Titisee-Neustadt im Jahr 2007 geboren, war Dachs als Hengstanwärter vom damaligen stellvertretenden Gestütsleiter Dr. Thomas Raue angekauft worden. 2009 wurde der Sohn des Hauptprämienhengstes Dachsberg und der Staatsprämienstute Hanna vom Elitehengst Riemer in St. Märgen gekört. Seine Hengstleistungsprüfung legte er 2010 in Marbach ab mit der guten Gesamtnote von 8,05 (Ziehen 8,53 und Fahren 7,58). Seine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft bewies er bei der täglichen Arbeit im vielseitigen Einsatz. In seinen ersten vier Decksaisons war er auf der Servicestation St. Märgen aufgestellt, danach in Öhringen, Baiersbronn und Elzach-Prechtal. Leistungshengst Dachs wurde 2018 vom damaligen Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg mit dem Elitetitel ausgezeichnet. Seit 2019 erfreute er sich als Besamungshengst größter Beliebtheit, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. In elfeinhalb Zuchtjahren brachte er es bisher auf über 160 registrierte Fohlen. 25 seiner Töchter sind im Stutbuch 1 eingetragen, davon neun Staatsprämienstuten bzw. acht Leistungsstuten. Bislang hat er fünf gekörte Söhne, darunter auch der Marbacher Landbeschäler Dachsbub. „Für das Erhaltungszuchtprogramm, aber auch für alle Menschen, die mit ihm leben und arbeiten durften, ist sein Tod ein herber Verlust“, sagte Dr. Carolin Eiberger, stellvertretende Gestütsleiterin.

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Ein weiterer Vertreter der D-Hengstlinie ist tot: Der Hengst Dagobert hatte bereits seit vergangenem Jahr unter einem chronischen Befund im rechten Knie gelitten, der von den Gestütstierärzten und der Pferdeklinik behandelt wurde. Anfang Mai hatte er erneut akute Lahmheit gezeigt, die keine Prognose auf Heilung oder weiteren Einsatz als Reit- und Fahrpferd oder Deckhengst zuließ.

 

Dagobert stammte aus der Zucht der Familie Hug aus Furtwangen. Er war ein Sohn des Donner aus dem seltenen Stutenstamm der Algebra. Bei seiner Körung wurde er mit der Junghengstprämie ausgezeichnet. Er war überragender Sieger seiner Hengstleistungsprüfung 2019 mit einer Gesamtnote von 8,51. Zwei Jahre lang war er in St. Märgen stationiert. Im Jahr 2020 wurden acht Fohlen geboren, 2021 werden 14 Fohlen erwartet.

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