Bella Rose machte es spannend
Eigentlich war es nur eine Frage, wie weit Bella Rose unter Isabell Werth im Grand Prix Special von Mannheim über 80 Prozent landen und wie überlegen sie die Finalprüfung gewinnen würde. Dann wurde es am Donnerstagmittag auf dem Maimarkt aber spannender als gedacht.
Noch nach der Trabtour mit traumhaft taktsicheren Piaffen und Passagen sowie perfekten Traversalen sah es nach einem ganz und gar unangefochtenen Sieg aus. Aber dann passierte ein kleines Missgeschick: Die 17-jährige Stute galoppierte aus der Passage falsch an, war kurz irritiert. Isabell Werth tätschelte ihr den Hals, aber es dauerte eine kurze Weile, bis die Stute wieder so sicher war wie zuvor. Auch die Einerwechsel waren ziemlich kaputt. Routiniert steuerte die 51-jährige erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten den Kurs zu Ende.
Am Ende ging ihr Sieg, daher knapper als gedacht, vor Jessica von Bredow-Werndl auf der ebenso 17-jährigen immer eifrigen Stute Zaire dann doch in Ordnung. Aber zwei der fünf Richter sahen das spätere Siegerpaar auf Rang zwei. Hinter den beiden Championatsreiterinnen gab Reitmeister Hubertus Schmidt im Sattel des erst neunjährigen Oldenburgers Denoix ein starkes Bild ab; mit dem Routinier ist wieder zu rechnen. „Ich habe mich ja kurzfristig entschieden, Bella hier zu reiten, um mit der internationalen Olympiaquaifikation auf der sicheren Seite zu sein“, erklärte Isabell Werth, „es hat sogar viel besser geklappt als gedacht, Bella ist in Topform und ich finde sogar besser als vor ihrer Pause“. (rok/Foto: Lafrentz).
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