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Montag, 25.01.2021 um 13:42

Lahr-Langenwinkel wird zum Vorreiter

Na also, es geht doch: Der Reiterverein in Lahr-Langenwinkel hat am Wochenende trotz Corona-Lockdown ein Reitturnier veranstaltet. Alles lief reibungslos ab, die Behörden waren einverstanden.

„Es muss doch weitergehen“, sagt Dorothea Tibi, Schatzmeisterin im Reiterverein. Sie und ihre Vereinskollegen haben sich ein Herz gefasst. Im Vorfeld haben sie sich auf den Paragrafen in der Corona-Verordnung berufen, nachdem Profi-Sport – analog zu Fußball und Handball – zulässig ist, dazu gibt es auch eine ergänzende Richtlinie der FN. Zuschauer waren danach nicht zulässig – der Sport aber schon.

Dazu erstellte der Verein ein Hygiene-Konzept, auf dem Turniergelände herrschte Maskenpflicht, Melden und andere organisatorische Vorgänge konnten kontaktlos online abgewickelt werden. Zugelassen waren nicht nur Berufsreiter sondern auch Mitglieder der Landeskader. Im Ablauf wurde Dorothea Tibi maßgeblich unterstützt von Reitlehrer Werner Rode und Profi-Ausbilder Tobias Schwarz, der in Lahr seine Ausbildungspferde trainiert. Es war ein überschaubares Feld, aber die Profis waren froh über eine erste Startmöglichkeit und eine Perspektive.

„Wir waren selbst positiv überrascht von der Genehmigung des Ordnungsamtes“, erklärte der baden-württembergische LK-Vorsitzende Frank Reutter. Als Sportfachstelle genehmige die Landeskommission ein Turnier unter Vorbehalt des örtlichen Ordnungsamtes – so war auch der Ablauf in Lahr. Reutter sieht die Premiere von Lahr als erstes positives Signal, gibt aber zu Bedenken, dass die Ordnungsämter sicher unterschiedliche Einschätzungen abgeben. So wird das geplante WPSV-Sichtungsturnier in Dusslingen wohl nicht genehmigt. Jeder Veranstalter müsse seine Veranstaltung mit seiner Kommune einzeln absprechen. Einige Vereine seien zuversichtlich, ebenfalls loslegen zu können, zumindest, wenn es um Profisport geht.

In Lahr jedenfalls denkt man schon offen über das nächste Turnier nach. „Die Reiter waren sehr glücklich und dankbar“, schildert Dorothea Tibi. Sogar das Haupt- und Landgestüt in Marbach schickte seine Bereiterin Eileen Meier, das Grenzland-Gestüt seinen „Jockey“ Thomas Mang, Hallenchampion Marian Müller reiste aus Albführen an. Am Sonntagabend war ein M**-Springen sportlich gesehen die wichtigste Prüfung. Lokalmatador Tobias Schwarz siegte auf der neunjährigen Württemberger Stute Astana (rok).

 

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