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Dienstag, 12.01.2021 um 19:06

Peter Hofmann geht mutig voran

„Ja klar planen wir das Maimarkt-Reitturnier, und ich gehe davon aus, dass es auch stattfindet“, sagt Peter Hofmann, der Mannheimer Reiterpräsident. Wenn der Chef des Mannheimer Reitervereins und langjährige Leiter der Mannheimer Reitturniere, solche Sätze sagt, dann haben sie Signalcharakter. Denn der 70-jährige Jurist ist auch Sprecher der Interessengemeinschaft der Turnierveranstalter in Deutschland und als Spitzensportbeauftragter Mitglied im Präsidium des Reiterverbandes FN. Man hört auf ihn. Und andere Veranstalter werden sich an ihm ein Beispiel nehmen, so hofft er.

Peter Hofmann will auf keinen Fall im zweiten Jahr nach 2020 das traditionsreiche Maimarkt-Turnier absagen. „Das ist für mich nicht vorstellbar“, erklärte er jetzt im Gespräch mit dem Reiterjournal. Selbstverständlich könne und werde auch er nur mit der Zustimmung und dem „Segen“ von Ordnungs- und Gesundheitsamt die Türen zum Sport öffnen. Aber er ist gut vernetzt, in seiner Heimatstadt Mannheim ein verlässlicher Partner der Behörden – und er ist zuversichtlich: „Wir werden die richtigen Veranstaltungs- und Hygienekonzepte vorlegen“, kündigt er an.

Hofmann ist bereits mit den Bundestrainern Monica Theodorescu und Otto Becker im Gespräch, beide begrüßen seine Haltung und wollen den Maimarkt als ersten Freiland-Test für ihre Spitzenreiter nutzen. Es soll ein reduziertes Sportprogramm nur im großen Stadion geben, um zum Beispiel parallel laufende Wettbewerbe zu vermeiden; das würde zu viele Menschen gleichzeitig auf die Anlage bringen. Aber die Großen Touren sollen bestehen bleiben, bei möglichst der gleichen Dotierung wie in den Vorjahren. Die Dressurreiter starten am Mittwoch, 28. April, unter anderem auch mit Prüfungen im Piaff-Förderpreis, dem Nürnberger-Burg-Pokal und dem Louisdor-Preis. Nach einem Tag möglichst geregelter An- und Abreise sollen die Springprüfungen vom Samstag, 1. Mai, bis Dienstag, 4. Mai, stattfinden.

Die Zahl der Begleiter der Reiter soll minimiert werden; bei der Zahl der Besucher richte man sich nach der dann geltenden Corona-Verordnung, so Hofmann. „Es wird Fußball gespielt und in Holland wird geritten, warum sollte das bei uns nicht gehen“, erklärt er und rät anderen Vereinsvorsitzenden und Turnierchefs möglichst früh mit konstruktiven Ansätzen bei den Ordnungsämtern vorstellig zu werden. „Ich glaube daran“, so Hofmann, „dass gute Konzepte akzeptiert werden“. Die Reiter müssten ihren Sport nun selbstbewusst vertreten. (rok/Foto: Hartig)

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