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Mittwoch, 02.09.2020 um 14:27

Mit Heimatgefühlen: Marie-Christin Kogels erstes Bundeschampionat

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Es hätte so schön sein können für Marie-Christin Kogel, die in diesen Tagen das erste Bundeschampionat ihrer Laufbahn bestreitet. Ihre Familie kommt ursprünglich aus Warendorf, seit Kindesbeinen an verbindet die 24-Jährige viel mit der „Stadt des Pferdes“ nahe Münster. Zu gerne hätte Marie-Christin Kogel ihre Verwandten zu ihrer Runde ans große Viereck eingeladen. Doch daraus wurde aufgrund des Zuschauer-Verbots vor Ort leider nichts. „Das ist wirklich schade, aber ich freue mich trotzdem total, dass ich hier an den Start gehen darf.“ strahlt Kogel im Anschluss an ihre Runde in der 1. Qualifikation der sechsjährigen Dressurpferde über das ganze Gesicht. Im Gepäck hat sie den Hannoveraner Doc-Holliday, den sie selbst erst seit einem halben Jahr reitet. Vor ein paar Monaten war die ehemalige Amateur-Landesmeisterin auf der Suche nach einem neuen Pferd, ein Fuchs sollte es eigentlich nicht unbedingt sein. „Doch beim Probereiten hat’s dann gefunkt!“ Mit der Entwicklung des Dancier-Nachkommen ist die Sindelfingerin mehr als zufrieden. Erst fünf Turniere ging Doc-Holliday dieses Jahr. Zwei Mal gewann das Duo, aus dem Stall und dem Training von Eberhard Geiger, in Mannheim die Dressurpferdeprüfungen der Klasse M, inklusive der Bundeschampionatsquali, wenig später gelang beim Marbacher Dressurfestival der nächste Sieg.

Mit ganz realistischen Erwartungen ist die bodenständige Blondine, die hauptberuflich seit zwei Jahren im Orthopädietechnik-Betrieb ihres Vaters tätig ist, nach Warendorf gereist. „Ich wollte hier einfach eine gute Runde drehen. Wenn es am Ende für das Finale reicht wäre das super, aber da machen wir mal ganz langsam.“ erklärt Kogel im Gespräch mit dem Reiterjournal. Eine gute Runde drehte Kogel mit ihrem Doc-Holliday allemal. Auch wenn man sich mit einer Endnote von 7,6 eher hinten im Feld einordnet, zufrieden kann sie mit dem Fuchs aus der Zucht von Hans-Georg Lühring nach einer sauberen Runde durchaus sein, vor allem bei dieser starken Konkurrenz. Nach ihrer Prüfung sieht Kogel mehr Verbesserungspotential bei sich selbst. Mutiger hätte sie agieren können, „ihn etwas mehr reiten, mehr loslassen.“ Gelegenheit dazu hat Marie-Christin Kogel morgen im Kleinen Finale der Sechsjährigen Dressurpferde. Ab 9.30 Uhr geht’s los. (akb)

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