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Dienstag, 18.08.2020 um 17:14

Knappes Ding: Team-Silber für Ann-Kathrin Lindner

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Entscheidung um die Medaillen bei der EM der U25-Reiter im ungarischen Pilisjaszfalu war denkbar knapp und so lastete aller Druck auf Ann-Kathrin Lindner und ihrem FBW Sunfire. Die Ilsfelderin wurde vom Bundestrainer Sebastian Heinze auf Nummer vier gesetzt – sie hatte zuvor in Kronberg und Hagen bei den Sichtungen gezeigt, dass sie derzeit Deutschlands Beste ihrer Altersklasse ist. Und sie hielt dem Druck stand. Mit 74,588 Prozent verließ sie mit dem Württemberger Wallach das Viereck. Doch da hieß es noch: Zittern. Nach ihr kam noch die Niederländerin Jeanine Nieuwenhuis mit TC Athene und die Dänin Josefine Hoffmann mit dem einstigen Weltmeister der jungen Dressurpferde Honnerups Driver. Dies waren die Nationen, die dem deutschen Team auf Augenhöhe begegneten.

Am Ende ging es um jeweils knapp ein Prozent, das Gold von Silber und Silber von Bronze trennte – bei vier Teilnehmern mit einem Streichergebnis weiß man, wie eng die Leistungsdichte dann war. Es setzte sich schließlich das Team Oranje durch, mit 219,294 Prozent gegenüber den Deutschen mit 218,323 Prozent und den Dänen mit 217,441 Prozent. Silber also für die Bundesrepublik.

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Zunächst hatte Alexa Westendarp mit Hicksteadt die Deutschen in Führung gebracht – auch wenn sie am Ende mit 70,530 Prozent das Streichergebnis lieferte, war das eine mehr als respektable Leistung. Es folgte der bayerische Reiter Raphael Netz mit Lacoste, der bereits im vergangenen Jahr zum Gold-Team in Italien gehörte. 72,441 Prozent legte er ins Viereck – und eine sehr harmonische Runde. Es folgte Hanna Erbe auf Carlos mit 71,294 Prozent.

Dann Lindner. Mit viel Ausdruck startete der San Amour-Sohn, mit viel Energie. Die Übergänge und die Vorbereitungen in die nächsten Lektionen, sie waren von Extra-Güte und man konnte sehen, dass sie hierauf über den Winter mit ihrem Trainer Karl-Heinz Streng ein Augenmerk gelegt hatte. In der ersten Piaffe driftete Sunfire etwas ab, im versammelten Schritt zackelte er kurz an – aber mehr gab es dann auch nicht zu kritisieren. Besonders schön: Die Galopptour mit wunderbar gesprungenen Wechseltouren und viel Power im starken Galopp. Insgesamt sah man einen gut balancierten Sunfire und eine schön reitende Ann-Kathrin Lindner, die zurecht das Vertrauen vom Bundestrainer für den Schlussplatz erhalten hatte.

Am Ende war es eine knappe Entscheidung, die jedoch auch auf Bronze hätte enden können. Hätte der ungarische Richter die Schlussreiterin aus Dänemark nicht so mit zehn Prozent weniger bedacht als seine Kollegen, wäre es wohl anders ausgegangen. Egal wie. Die Deutschen dürfen mit ihren Leistungen und mit Silber zufrieden sein. (mos)

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