Dawson siegt immer weiter
Er ist nur 1.60 Meter groß – aber im Moment wächst der zwölfjährige holländische Wallach Dawson über sich hinaus. Sven Speidel, lupenreiner Amateur aus Essingen, reitet mit seinem kleinen Fuchs gerade in der Form seines Lebens. Zwei Wochen nach der BW-Bank-Qualifikation von Donaueschingen hat der 45-jährige Speidel nun auch den Großen Preis von Killingen gewonnen.
Das war wahrscheinlich das bislang wichtigsten Springen der Saison; ein Zwei-Sterne-Springen, dotiert mit 7200 Euro (und davon wurden 100 Prozent aus ausgezahlt). Das höchstdotierte war es in jedem Fall.
Speidel und Dawson nahmen in der Siegerrunden dem Kontrahenten sogar zwei ganze Sekunden ab. Sascha Braun aus der Ortenau landete auf der erst neunjährigen bayerischen Schimmelstute Horse Gyms Cylana auf Rang zwei in diesem wirklich anspruchsvollen Springen auf dem kompakten Platz der Reitanlage Walter.
Die Plätze drei und vier gingen an den Julias Ehinger aus Rießbürg, der von der Warendorfer Sportkompanie auf die Ostalb nahe der alten Heimat gefahren war. Vor der Siegerrunde war er mit zwei fehlerfreien Runden der Favorit, dann musste er aber mit seinen beiden Stuten Borita und Flying Princess jeweils einen Abwurf hinnehmen – die Bahn für Dawson und Speidel war frei. Konstantin Eduard von Damme, ebenfalls auf einer Erfolgswelle reitend, belegte auf der hübschen Stute Aconda Rang fünf.
Weitere S-Siege am Killinger Sonntag gingen als erstes an den rheinländischen Profi Oliver Lemmer mit Quastro. Im Youngster-Springen zeigte der routinierte Amateur Gerhard Riehle, dass mit einem jungen talentierten Pferd doch noch einmal durchstarten will: Er siegte auf der achtjährigen DSP-Stute Cinsey Cat, in Sachsen-Anhalt gezogen, vor Remo Allgäuer auf dem erst sieben prächtigen Oldenburger Rapphengst Champaloup – ein Ausnahmepferd.
Lea-Sophia Gut aus Sulmingen, starke Juniorin, ritt die 13-jährige Araconit-Tochter Arunna aus der Landeszucht von Walter Feess aus Kirchheim/Teck, im Amazonenspringen zum Sieg. Zweite wurde Anna-Maria Kuhlmann, Amazone mit baden-württembergischer Vergangenheit und mittlerweile Bereiterin am Stall Scherer im Rheinland, mit der Hannoveraner Stute Stella Magna.
Am Samstagabend gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Barrierespringen. Im dritten Stechen über 1,85 Meter blieben nur noch Hausherr Mario Walter mit Quindeur, dem Württemberger von Quintender, und der Benzenbühler Profi Jörg Widmaier mit seinem Current Market fehlerfrei; sie teilten sich den Sieg (rok/Foto: Doris Matthaes).
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