Vorzeitiges EM-Aus für Jana Schrödter
Was ist das bitter! Nachdem vor gut acht Wochen Jana Schrödter die achtjährige Frau Holle aus dem Besitz von Lothar Merkt übernommen hatte, wurde schnell klar: da haben sich zwei gesucht und gefunden. Die dreiffache Junioren-Europameisterin des vergangenen Jahres machte dort weiter, wo Sabina Schrödter in der vergangenen Saison aufgehört hatte. Mit Siegen in Serie im Sattel der Fürstenball- Tochter. Kein Ritt der 19-Jährigen Abiturientin blieb unter der 70-Prozent Marke, beim ersten gemeinsamen internationalen Auftritt in Mariakalnok vor wenigen Wochen standen am Ende zwei Siege mit jeweils 75 Prozent und ein zweiter Platz zu Buche. Das Paar kündigte sich an bei der Europameisterschaft der Jungen Reiter Großes leisten zu können. Beim Sichtungsturnier in Warendorf stand mit drei zweiten Plätzen eine Nominierung durch Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen außer Frage. Jana Schrödter und Frau Holle sollten Deutschland bei der Europameisterschaft weit nach vorne bringen. Durch den Ausfall des Top-Pferdes Linus von Sichtungssiegerin Lia Welschof nahm Schrödter bei ihrer Premiere im Junge Reiter-Lager gar die Favoritenrolle ein.
Doch nun das vorzeitige Aus: Durch einen Behandlungsfehler durch den eigenen Tierarzt mehr als einen Monat vor den Europameisterschaften fiel die sogenannte Pre-Pobe - diese wird bei jeder deutschen Equipe vor einem Championat durchgeführt - zu Ungunsten von Jana Schrödter und Frau Holle aus. Der Traum der zweiten Euro in Folge für die Riedheimerin damit futsch: "Frau Holle ist in überragender Form. Das macht das ganze besonders bitter", berichtete Jörg Schrödter auf Anfrage des Reiterjournals.
Da Zweitpferd Der Erbe in die Pause geschickt wurde, war auch das Umsatteln kurz vor den europäischen Meisterschaften nicht mehr möglich. Ein herber Moment in der noch jungen Karriere von Jana Schrödter, die fraglos zu den besten Nachwuchsreitern Europas zählt. Trotz aller Enttäuschung schaut die bodenständige Tochter von Jörg und Sabina Schrödter nun nach vorne. In Donaueschingen will sie im Burg-Pokal mit ihrer "Queen", wie Frau Holle gerne von ihrer Reiterin genannt wird, angreifen. Auf den Deutschen Meisterschaften wird die angehende Businessmanagement-Studentin danach weiter zeigen können, in welcher Verfassung ihr junges Erfolgspferd derzeit ist. (FA)
Foto: Sina Kuiper
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