Hansi Dreher und Michael Jung punkten in München
Er ist gereift, ohne an Ausdruck eingebüßt zu haben: Jasmin Schaudt hat mit ihrem jetzt zehnjährigen bunten Fuchswallach Fano den Kurz-Grand-Prix beim Dressurfestival in Marbach gewonnen.
Simone Blum hatte einen baden-württembergischen Sieg vorausgesagt und ihren Kollegen im Profisattel, Hans-Dieter Dreher, mit der Comicfigur Speedy Gonzales, "der schnellsten Maus von Mexiko", verglichen: „Hansi Dreher ist schnell, vermutlich wird er die schnellste Maus Münchens“, prognostizierte sie lachend vor dem Stechen den Sieg im Großen Preis, einem S*** und somit der Prüfung mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad dieses Turniers, gegenüber BAYERNS PFERDE. Sie sollte sich täuschen. Fünf Paare hatten den Einzug ins Stechen geschafft, Hans-Dieter Dreher gleich mit zwei Pferden. Und am Ende hatte doch die junge Mutter aus Zolling die Nase mit DSP Cool Hill vorn – und zwar gerade mal um eine Hundertstel Sekunde – die Zeit des fehlerfreien Rittes: 47,07 Sekunden. Spannender hätte man das nicht inszenieren können. Dahinter las sich die Rangierung ganz schön international: Zweiter wurde der für Slowenien startende Patrik Majher mit Claude (0 Fehler/47,08 Sekunden), den dritten Platz auf dem Podium erklomm der Neuseeländer Richard Gardner mit Calisto (0 Fehler/50,54 Sekunden). Und dann zwei Mal Hans-Dieter Dreher, der Mann vom Dreiländereck: Im Sattel von Cachacco Blue hatte er einen Fehler im Stechparcours, mit Prinz fielen zwei Mal die Stangen. Übrigens, so falsch lag Simone Blum mit ihrer Prognose nicht: Die Zeit hätte gereicht …
Die erste Prüfung und gleichzeitig das erste S-Springen des Tages, ein S*, entschied Michael Jung aus Altheim im Schwarzwald mit Sportsman S für sich und erhöhte seine Riemer Turnierbilanz damit auf zwei S- und zwei M-Siege. Übrigens gab es einige unter den Experten am Rande des Parcours, die den Medaillengaranten der deutschen Vielseitigkeit auch im Großen Preis auf dem Schirm hatten. Und er enttäuschte sie nicht: Mit fischerDante verpasste er dank eines Abwurfs zwar den Einzug ins Stechen, platzierte sich aber auf Rang acht des 45 Paare starken Feldes, Mill Creek Filippa steuerte er auf den zweiten Reserve-Rang.
Auch zum Abschluss des Tages sand noch einmal eine S*-Prüfung auf dem Programm, eine Qualifikation zur „Large Tour“ des Springreiterclubs Bayern. Als Sieger durften sich Franzisca Stein vom Reitclub Nürnberg und Asti feiern lassen. (mic / Foto Puschak: Auf dem Treppchen im Großen Preis (v. l.): Patrik Majher, Simone Blum und Richard Gardner)
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