Alia Knack: Starke Ritte trotz gebrochener Arme
Fußballspielen ist eben ein gefährlicher Sport: Bei einem Hobby-Kick mit Freunden am Sonntag zog sich die 16-jährige baden-württembergische Springreiterin Alia Knack einen Bruch der Speiche im linken Arm zu – was sie jetzt nicht an starken Ritten in der Reiterzentrale in Warendorf hinderte. Sie fuhr am Donnerstagabend als erfolgreichste Reiterin aus dem Land zurück in die Heimat. Bei den Pony-Springreitern behauptete sich Arwen-Charlotte Thaler in der deutschen Spitze.
Alia Knack aus Boll belegte im Sattel ihres Riesenschimmels Claus Peter den dritten Platz im abschließenden Großen Preis des Nachwuchs-Turniers; das war ein Zwei-Sterne-S über 1.45 Meter hohe Hindernisse. Der weiße Riese sieht nicht nach einem Pferd aus, das sich am Schnürchen durch den Parcours steuern lässt. Aber Alia Knack schaffte das Kunststück mit zwei gebrochenen Armen. Die erste Speiche war bereits vor zwei Wochen bei einem Sturz mit einem jungen Pferd gebrochen. Am Sonntag hat es also zum zweiten Mal „knack“ gemacht. Mit Campari, beide Pferde stammen aus dem Stall von Karl Schmid, musste sie auch nur einen Abwurf hinnehmen. Angesichts dieser Form bedauert die junge Dame natürlich besonders, dass die Europameisterschaften der Junioren dieses Jahr ausfallen; sie wäre sicher im Team.
In der Pony-Konkurrenz sicherte sich Arwen-Charlott Thaler vom Hasenhof in Waldenbuch mit ihrer bewährten Schimmelstute Little Lady ebenfalls einen dritten Platz in einem M-Springen. Damit behauptete die 16-jährige international erfahrene Ponyreiterin einen vorderen Rang im bundesweiten Vergleich. Auch Arwen Thaler wäre dieses Jahr „reif“ für einen Euro-Einsatz, den es nicht geben wird. rok
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