Das Rad beginnt sich langsam wieder zu drehen
Frank Reutter ist derzeit nicht zu beneiden. Im ständigen Austausch mit den verschiedenen Ämtern versucht der Vorsitzende der Landeskomission auf offene Ohren für die Interessen der Reitsportler in Baden-Württemberg zu treffen. Gleichzeitig laufen die Telefone bei der Landeskomission heiß. Offene Fragen von Veranstaltern, Reitern und Pferdebesitzern müssen beantwortet werden, teils im Stundentakt liegen neue Informationen und Regelungen vor. Den Durchblick zu behalten, keine leichte Aufgabe. "Die letzten Monate waren fraglos die intensivsten meiner sechsjährigen Amtszeit als LK-Vorsitzender", erklärt Reutter im Gespräch mit dem Reiterjournal heute morgen.
Ein Licht am Ende des Tunnels scheint nun aber erkennbar. Denn in der kommenden Woche laufen nach dem Startschuss in anderen Bundesländern auch in Baden-Württemberg Reitturniere wieder an. Was nicht heißt, dass jederorts der Turnierbetrieb aufgenommen werden kann. Das örtliche Ordnungsamt ist derzeit häufig das Zünglein an der Waage. "Es ist ein Flickenteppich, der den Ordnungsämtern Interpretationsspielraum lässt. Wir hoffen, dass das Austragen von Turnieren bald wieder überall im Land - sowohl für Profis als auch die Amateure - möglich ist", bleibt der LK-Chef optimistisch.
Neben einem Jungpferde-Tag in Marbach am 17. Juni finden in der kommenden Woche gleich drei weitere Turniere im Ländle statt. In Münsingen auf dem Lechernhof werden Dressuren bis zur schweren Klasse und Springen bis zur Klasse M ausgetragen, auf der Anlage der Familie Walter in Killingen sind Springen bis auf M**-Niveau geplant, in Heiligkreuztal geht es hinauf bis zur Klasse S.
"Wir machen nach den Trainingstagen direkt weiter und tragen nach den Genehmigungen nun das erste Turnier seit gut zehn Jahren in Heiligkreuztal aus", verkündete Andy Witzemann, der mit Manfred Marschall die Heiligkreuztal Challenge ins Leben rief, heute. Von Springpferde A bis S*-Springen stehen Prüfungen dort auf dem Programm. Die Startplätze werden schnell vergiffen sein, ist sich der Winterlinger sicher. Preisgelder bis zu 3000 Euro sind im schwersten Springen ausgeschrieben.
"Am liebsten würden wir auch die Amateure bei uns reiten lassen", so Witzemann. Noch sei das aber von den Ministerien nicht abgesegnet. Auch die Amateur-Frage wird derzeit ortsabhängig beantwortet. Gleich haben alle Turniere, dass Zuschauer weiter ausgeschlossen sind.
Für Veranstalter ist das Austragen eines Turniers derzeit kein leichtes Unterfangen. Marbach, Münsingen, Killingen und Heiligkreuztal gehen mutig voran. (FA)
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.