Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

Dienstag, 17.03.2020 um 06:56

Holger Hetzel äußert Gedanken zum Pilotturnier von Günther Karle

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Holger Hetzel, Springreiter aus dem Rheinland, der selbst federführend Pilotturniere auf seiner Anlage durchführte und für Denkanstöße sorgt, hat seine Gedanken zum Turnier von Günther Karle geäußert:

Es gab ja im Nachhinein viele Diskussionen über die Prüfung „Clear to win“. Nun scheint es mir aber an dieser Stelle sehr wichtig zu sein, die vielen und meiner Ansicht nach nur positiven Seiten dieser Prüfung zu erläutern.

Grundsätzlich sollten Änderungen und Verbesserungen doch dazu dienen, unseren nationalen Turniersport vor dem Verfall zu retten.

  1. Es gab in der Vergangenheit laut LPO immer schon die Möglichkeit, dass alle Nullfehlerritte siegreich waren. Mit diesen Neuerungen in dieser Prüfung orientieren wir uns an den internationalen Turniersport. Sehr oft gibt es dort bei den jungen Pferden 30-40 Sieger in einer Prüfung. Kein Mensch regt sich darüber auf. Auch unsere FN nicht, weil die FN diese Siege ja auch anerkennt. Auch die Richter der Prüfung haben das positiv unterstützt.
  2. Es geht nicht darum irgendwelche Siege zu verschenken, um ein Pferd besser zu verkaufen. Es ist eine Entscheidung gegen die guten Reiter und Handelsställe und eine Entscheidung für die Amateure in unserem Sport. Warum? Ein LK4 Reiter hat niemals gleiche Chancen in einer Springpferdeprüfung, wenn er gegen LK 1+2 Reiter reiten muss. Nach der neuen Regelung hat aber jeder Reiter die Chance zu gewinnen, wenn er die Mindestanforderung erzielt. Es ist motivierend für die Amateurreiter und auch für unsere Züchter. Und genau die sind so wichtig für unseren Sport.
  3. Außerdem ist es Realität, dass oftmals gute Springpferde, die fehlerfrei springen wollen und nicht die allerbeste Technik besitzen, kaum Chancen für eine Platzierung haben. Dadurch fallen viele Pferde durch das Raster. Dieses darf nicht der Fall sein. Beispiel: For Pleasure. Mit seiner Technik sicherlich nie ein Spitzenpferd in Springpferdeprüfungen, aber aufgrund von Einstellung, Vorsicht und Vermögen bewiesenermaßen eines der besten Springpferde der Welt und ein sehr guter Vererber.

Diese Punkte zeigen doch, dass es sehr viele Vorteile gibt eine Springpferdeprüfung in dieser Form auszuschreiben. Es ist zwingend notwendig über den Tellerrand zu schauen und sich an internationale Formate zu halten. Selbst bei der Weltmeisterschaft für junge Pferde in Lanaken gewinnen am ersten Tag alle Nullfehlerritte. Keiner weltweit hat das diskutiert. Warum müssen wir es kompliziert machen?

Alles ist im Sinne des Sports, des Reiters, des Pferdes, des Züchters. Wem schadet es, wenn es mehrere Sieger in einer Prüfung gibt?

Ich finde Diskussionen sollten uns alle weiterbringen und Argumente sollten sachlich betrachtet werden.

Foto: Doma

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
×
Reiterjournal Special

Warte mal kurz...

Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.

gleich gehts weiter...