Fahrenheit besser als „halber Mann“
Die Große Tour beim Dressurturnier in Pforzheim beherrschte die in München ansässige Tannenhof-Chefin Anja Plönzke mit ihrem 13-jährigen Tannenhofs Fahrenheit, den man erstmals als Wallach im Viereck sah – was dem Fidertanz-Sohn zwar etwas Ausdruck genommen, aber im höheren Maß Rittigkeit und Losgelassenheit gegeben hat – als „halber Mann“ ist er gelassener geworden. Anja Plönzke siegte in allen drei Prüfungen, im Grand Prix am Sonntag mit 72,5 Prozent und Vorstellungen, die vor allem in den Verstärkungen ihre Höhepunkte hatten.
Bestens ist Nicole Caspers jetzt elfjährige Stute Birkhofs FBW Dornröschen über den Winter gekommen. Die Don Diamond-Tochter hat über Winter an Ausdruck und Beweglichkeit zugenommen. Die Passagen insbesondere sind vom Feinsten; die Vorstellungen wurden mit einem Ergebnis von über 72 Prozent belohnt – das wird noch spannend in diesem Jahr. Aus baden-württembergischer Sicht war der Pforzheimer Grand Prix zumindest auf den zweiten Blick spannend, nicht nur wegen Dornröschen. Martina Steisslinger präsentierte einen entspannteren Favory – und ritt zurecht in die Platzierung. Janina Kohl, im letzten Jahr noch in der kleinen Amateur-Tour unterwegs, zeigte einen deutlich verbesserten und kraftvollen elfjährigen Emiliano in seiner ersten Drei-Sterne-Saison, Katrin Burger feierte mit einem wieder genesenen 17-jährigen aber erstaunlich frischen Salazar ein starkes Comeback. Und Frieder Steisslingers Caddylack wirkte auch dynamischer als zuletzt. Corona zum Trotz kann man sich auf den weiteren Verlauf der Saison freuen (rok/Foto: Dauer).
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