Veranstalter machen Druck
Die Landeskommission (für Reitturniere in Baden-Württemberg) bekommt Druck von den Turnierveranstaltern. Die führenden Veranstalter des Landes haben sich am Rande der Baden-Classics in Offenburg getroffen, um die Vorbereitung einer Interessensgemeinschaft zu planen, die sogar als eingetragener Verein geführt werden soll. Die Gründung soll am 20. April erfolgen, das bestätigte jetzt der Offenburger Turnierchef Reinhard Schill, der dem Vorstandsteam der Veranstalter IG angehören soll. Albführen-Geschäftsführer und German-Master-Turnierleiter Kay Huttrop-Hage erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Er stellt sich am 20. April zur Wahl. Neben Schill soll der Ilsfelder Vereins- und Turnierchef Dieter Melwitz das Team vervollständigen; er ist auch Vorsitzender der PSK Franken.
„Jetzt machen wir Druck“, gab Reinhard Schill nach der Sitzung das Motto der Vereinsgründung aus. Die Veranstalter wollen vier Sitze statt bislang einem in der Landeskommission (LK) und grundsätzlich bessere Rahmenbedingungen für Turnierveranstalter sowie bessere Serviceleistungen der Verbände.
Für Ärger bei den Veranstaltern sorgte eine kürzliche Entscheidung des Landesverbands-Präsidiums, die Zahl der Sitze für Veranstalter in der LK nicht zu erhöhen, obwohl die Veranstalter diese Forderung bei einer Sitzung in Sindelfingen im November vergangenen Jahres klar formuliert hatten. Pikant dabei: LK-Vorsitzender Frank Reutter hatte den Veranstaltern damals versichert, er werde sich für dieses Anliegen einsetzen.
Im Präsidium, dem er auch als Württemberg-Regionalpräsident angehört, habe er aber keine Unterstützung für seinen Vorschlag bekommen. Dieses Vorgehen entgegen der klaren Haltung der Veranstalter sei „eine Frechheit“, formulierte der designierte Vorsitzende und Veranstalter-Sprecher Kay-Huttrop Hage.
Frank Reutter ermahnte die Veranstalter auf Reiterjournal-Anfrage zur Mäßigung. Denn im Moment werde eine Unzufriedenheit erzeugt, die in Anbetracht der Veranstaltungszahlen nicht angemessen sei. Viel wichtiger seien neue Turnierkonzepte, die den Rückgang der Starterzahlen aufhalten, findet er, „sonst haben wir immer mehr Turniere und immer weniger Starter“. Spätestens seit der neuerlichen LPO-Änderung und der Anpassung der Besonderen Bestimmungen für Baden-Württemberg seien die Veranstalter „extrem entlastet und maximal flexibel in ihrer Einnahmengestaltung“. Reutter: „Schade, dass sich keiner die Mühe macht, die Fakten zu analysieren und nur umfangreiches Teilwissen ausgetauscht wird.“
Am Rande er Sitzung war zu hören, dass auch die Interessengemeinschaft der Springreiter (IGS) wieder belebt werden soll. „Momentan werden die Kosten der Veranstalter nur auf die Reiter übertragen, das ist aber nicht das, was wir wollen“, erklärte Turnierveranstalter Günther Karle, der sich für eine starke IGS einsetzen will (rok/Foto: TomsPic)
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