Canturia geht: Ein „herber Verlust" für Peter Hertkorn
An die ersten Runden auf der Canturo-Tochter Canturia erinnert sich Peter Hertkorn noch genau: "Ihre Einstellung war von Beginn an überragend. Selten hatte ich so ein Pferd zuvor unter dem Sattel." Sechsjährig war die Hannoveraner-Stute als der Amateur-Springreiter die weitere Ausbildung übernahm. Nach goldenen Schleifen in Springpferdeprüfungen bis zur Klasse M folgte ein Jahr später schon der erste Sieg in der schweren Klasse . Canturias weiterer Werdegang ist weitläufig bekannt: Triumphe in Springen bis auf Drei Sterne Niveau folgten, bedeutende Große Preise - wie in Villingendorf und Ichenheim - entschieden Hertkorn und die Überfliegerin für sich. Der Weg führte über das Goldene Reitabzeichen hin bis zum Landesmeistertitel im vergangenen Jahr. Doch mindestens genauso überraschend wie die Goldmedaille von Schutterwald 2018 wurde nun auch das Ende der gemeinsamen Laufbahn bekannt.
Erst am vergangenen Dienstag hatte Hans-Peter Rau, Züchter und Besitzer von Canturia, die Stute bei Hertkorn abgeholt. Nach Aussage des Reiters war man sich über die Umstände vor Ort zuletzt nicht mehr ganz einig. "Für mich ist das natürlich ein herber Verlust. Sie hat meine letzten drei Jahre in besonderem Maße geprägt. Aber so ist dieser Sport nun mal. Zumindest ist sie bei ihrem neuen Reiter in den besten Händen", erklärte der sichtlich enttäuschte Horber offen auf Nachfrage des Reiterjournals.
Zukünftig wird mit Niklas Krieg einer der erfolgreichsten Springreiter Baden-Württembergs im Sattel der mittlerweile zehnjährigen Grand Prix-Siegerin Platz nehmen. Wann die beiden erstmals gemeinsam auf dem Turnier zu sehen sind, ist derzeit noch offen. (FA)
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