Famoso OLD passagiert im Schlosspark in neue Sphären
Schon vor der Schlusslinie im Grand Prix Special war Benjamin Werndl die Begeisterung für die Leistung seines Famoso OLD ins Gesicht geschrieben. Mit viel Ausdruck, einer überragenden Passage-Piaffe-Tour - die durchgehend mit Achtern und Neunern im Protokoll versehen wurde - und schnurgeraden, energisch gesprungenen Serienwechseln lieferten der Olympiakader-Reiter und sein erst zehnjähriges Ausnahmepferd eine überragende Runde im Grand Prix Special ab. Über 78 Prozent bedeuteten für Famoso OLD und den 35-jährigen Dressur-Ausbilder aus Aubenhausen nicht nur eine neue persönliche Bestleistung - sie bewegten sich damit im Donaueschinger Special in einer eigenen Liga und siegten unangefochten. "Famoso ist ein unglaubliches Pferd. Im Vergleich zu gestern konnten wir noch eine Schippe drauf legen. Seine Piaffen und Passagen sind wirklich außergewöhnlich und auch die Galopptour wird von Runde zu Runde sicherer. Ich bin richtig happy heute", strahlte der bayerische Sympathieträger im Gespräch mit dem Reiterjournal. Für die Zukunft wäre es nun seine Aufgabe auszuloten, wie viel Risiko sie gemeinsam in der Prüfung gehen könnten, "denn Famoso hat noch ordentlich Luft nach oben!" Aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus kam auch Famosos Besitzerin, die bei jedem Tritt mitgefiebert hatte. "Besser habe ich die Zwei noch nie gesehen", strahlte Flora Keller im Anschluss - und gab Benjamin Werndl gleichzeitig ein Versprechen mit auf den Weg: "Wir planen langfristig. Famoso wird bei Benni bleiben!"
Mit einer reiterlichen Glanzleistung und etwas Überredungskunst in den Zweier-Wechseln steuerte Kasselmann-Bereiter Frederic Wandres den Oldenburger Westminster, mit dem er in diesem Jahr bereits das deutsche Berufsreiter-Championat für sich entscheiden konnte, mit 74,489 Prozent auf Platz zwei. Eines der auffälligsten Pferde im ganzen Feld, das mit scheinbar unbegrenztem Bewegungspotential ausgesattet ist, landete nach teuren Fehlern, wie unter anderem in den Serienwechseln, auf Platz vier hinter Matthias Bouten und Meggle's Boston: Bartlgut's Quebec und Ulrike Prunthaller, die nach Streitigkeiten mit dem österreichischen Verband um die Nominierung zur Europameisterschaften zuletzt in die Schlagzeilen gerrieten, erhielten nach 72,872 Prozent die blaue Schleife beim Turnierhöhepunkt. (FA)
Foto: Lafrentz / Archiv
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