Und immer wieder Steffi Lempart
Dass erfolgreiche Ausbilder nicht immer eine Pferdewirt- oder Pferdewirtschaftsmeisterprüfung abgelegt haben, dafür ist Stefanie Lempart vom Sulzbachtal der beste Beweis. Als Quereinsteigerin ist sie seit vielen Jahren an der Seite von Ralf Müller erfolgreich. So auch an diesem Wochenende in Marbach. Nach ihrem gestrigen Sieg im St. Georg hatte die Rekordteilnehmerin des Dressur Cups in der Stuttgarter Schleyer-Halle auch in der Intermediare I das Sagen. Nur dieses Mal stand der Württemberger Sir Sunny aus der Zucht des Gestüts Schlossäcker ganz vorne, Stallnachbar Visavis Chocolat folgte auf Platz zwei. Trotz der Dominanz der vergangenen Tage darf Lempart am morgigen Finale der besten Drei im Rahmen des Süddeutschen Championats der Berufsreiter mit Pferdewechsel nicht teilnehmen. Nur gelernte Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister sind zugelassen, die Qualifikationsprüfungen waren erstmalig offen ausgeschrieben. "Das haben nur Viele leider überlesen. Deswegen sind die Starterfelder nicht ganz so üppig", erklärte Frank Reutter, der auch zum Turnierleitungsteam vor Ort zählt, gegenüber dem Reiterjournal.
Auf Platz drei und vier landeten heute auf Zwei Sterne-Niveau Michaela Förtsch im Sattel von Deborah vom Haupt-und Langestüt Schwaiganger sowie Univers unter Renate Gohr-Bimmel, die zum dritten Mal am Berufsreiterchampionat teilnimmt und sich für die langfristige Austragung ausgesprochen hat: "Das ist doch eine tolle Prüfung. Natürlich muss man auch Pferdebesitzer haben, die das gerne mitmachen. Aber der Charme des Pferdewechsels ist doch besonders bei Berufsreitern groß." Bevor 2016 die Marbacher das Berufsreiterchampionat übernommen hatten, fand die Meisterschaft unregelmäßig statt, drohte zwischendurch ganz unterzugehen. Erst mit der Austragung beim Haupt- und Landgestüt bekam das Ganze wieder Aufwind.
Morgen ab 12.45 Uhr entscheidet sich dann zwischen Renate Gohr-Bimmel, Petra Rampe und Michaela Förtsch wer die Nachfolge von Titelträgerin Anke Simon antritt. Auch für die Zuschauer ein besonderes Ereignis. (FA)
Foto: D. Matthaes/ Archiv
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