Saskia Herrmann stürmt in Nürtingen die Burg
Vor genau einem Jahr war die Stimmung bei den Herrmanns den Reitsport betreffend nicht gerade rosig: Ihre Württemberger Denario-Tochter Dubai S aus der Zucht von Dressur-Richterin Mathilde Scheuer zog verletzungsbedingt über die gesamte Saison den gelben Schein. Das Ziel in den Nürnberger Burg-Pokal einzugreifen, musste verschoben werden. Doch die Geduld zahlt sich nun aus. In der gerade zu Ende gegangen Etappe des Nürnberger Burg-Pokals bildeten die 17-jährige Saskia Herrmann und ihre mittlerweile zehnjährige Stute aus der Landeszucht als erste Starter den Auftakt. 67,344 Prozent waren nach dem Schlussgruß und einer starken Runde zu verbuchen. Daran biss sich das restliche Feld die Zähne aus. Das bedeutete den ersten "Nürnberger"-Sieg für die beiden: "L-Dressuren haben wir schon zwei, drei gewonnen. Aber im Burg-Pokal hat es bisher noch nie nach ganz vorne gereicht", strahlte Herrmann nach der Ehrenrunde. Seit drei Jahren zieht sie mit der schicken Dubai S los auf Turniere. Über Heiko Matthes, der das erfolgreiche Duo bis heute betreut, fanden sie zusammen. Drei Mal die Woche wird verladen, um bei ihm und Dubais Ausbilderin Sarah Pürmaier zu trainieren. "Im Finale will ich einfach nochmal eine schöne Prüfung reiten. Aber umso weiter es nach vorne geht, umso besser natürlich", gibt Saskia Herrmann die Richtung für den Schlosspark vor.
Mit von der Partie ist dann erstmalig auch Anja Kauderer aus Stockhausen. Im Oktober 2017 hatte sie ihren DSP-Wallach Rosario nach Anraten ihres damaligen Trainers Holger Schulze gekauft. Sein Rat dazu - bis heute- goldwert. Denn Stück für Stück rauften sich die Zwei zusammen. Doch nach dem Weggang des Regionaltrainers aus Göppingen in die Stuttgarter Körschmühle war für die Familie Kauderer der Weg zum Training zu lang geworden. Mit Ina Casper vom Birkhof fanden beide eine neue Mentorin. "Ina trainiert jetzt Anja und reitet Rosario auch selbst auf dem Turnier. Der Wechsel der Reiterinnen würde nicht mit jedem Pferd funktionieren. Doch bei Rosario ist das kein Problem", erzählt Mutter Heike Gehrung-Kauderer in der Abreitehalle. Als bislang Führende im Gesamtklassement waren Ina Caspers Schützlinge nach Nürtingen gekommen. Nach Platz zwei am heutigen Tag ist ihnen das Final-Ticket nicht mehr zu nehmen. Hinter Herrmann und Kauderer mischte sich mit Sian Frieß und ihrer Aprilia eine weitere stark reitende junge Dame unter die Top drei.
Als Burg-Pokal Gastgeber bestanden die Nürtinger trotz strömenden Regen ihre Feuertaufe. Verbandspräsident Frank Reutter brachte das rührige Team hierbei ins Spiel und bewies damit einen guten Riecher. (FA)
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