Wien: Riesenbeck International mit Maximilian Weishaupt verpasst knapp fünften Saisonsieg
So nah war der nächste Etappensieg und dann entscheidet ausgerechnet ein Abwurf. Team Riesenbeck International musste sich beim Global Champions League-Event in Wien mit Rang zwei begnügen. Nach einer starken ersten Runde und einer weiteren fehlerfreien Runde von Max Weishaupt schien der Sieg bereits zum Greifen nah. Doch am Ende nutzten die Scandinavian Vikings eine besondere Taktik und zogen an den Riesenbeckern vorbei.
Vier Etappensiege hatte das Team in dieser Saison bereits gesammelt. Auch vor der beeindruckenden Kulisse von Schloss Schönbrunn sah zunächst alles nach Nummer fünf aus. Den Auftakt machten Max Weishaupt und sein 14-jähriger Holsteiner Zuccero HV. Über 1,60 Meter blieb der Schimmel völlig unbeeindruckt und absolvierte den anspruchsvollen Parcours ohne einen einzigen Fehler. Auch in Runde zwei zeigte das Paar eine souveräne Leistung, erneut blieb jede Stange liegen. Auch Philipp Weishaupt legte mit Oreo D. R. nach. Der von Kannan abstammende Wallach lieferte ebenfalls zwei fehlerfreie Runden. Damit schien die Ausgangslage für Riesenbeck International kaum besser sein zu können. Doch die Konkurrenz hatte einen Plan. Die Scandinavian Vikings setzten in der ersten Runde bewusst auf eine andere Strategie. Lara Tryba und Shotgun gingen nicht das letzte Risiko ein und kassierten lediglich einen Zeitfehler. Auch Jur Vrieling wählte mit VDL Mattias die sichere Variante. Zwei Zeitstrafpunkte kamen hinzu. Damit hatte das Team zunächst drei Strafpunkte auf dem Konto, eigentlich ein deutlicher Nachteil gegenüber den fehlerfreien Riesenbeckern. Allerdings sollte genau diese Rechnung später noch einmal interessant werden. Denn in der zweiten Runde drehten die Vikings auf. Vrieling wechselte auf den erfahrenen Grand Slam VDL und blieb ebenso wie seine Teamkollegin fehlerfrei. Damit stand für die Scandinavian Vikings am Ende die entscheidende Team-Null.
Ein Fehler kostet Riesenbeck den Sieg
Nun lag der Druck bei Riesenbeck International. Max Weishaupt hatte mit Zuccero HV bereits erneut geliefert. Philipp Weishaupt sollte mit Kilmister den Sieg endgültig perfekt machen. Die Wahl seines Pferdes war dabei keineswegs zufällig: Mit dem von Diarado abstammenden Wallach hatte Weishaupt im vergangenen Jahr den Wiener Grand Prix gewonnen. Doch diesmal kam es anders. Kilmister sprang nicht fehlerfrei durch den zweiten Parcours. Ein Abwurf reichte aus, um den vermeintlich sicheren Sieg noch aus der Hand zu geben. Die Scandinavian Vikings nutzten ihre Chance und sicherten sich den Etappenerfolg. Für Riesenbeck blieb damit Platz zwei – eine dennoch erneut starke Leistung! Jörne Sprehe ging gemeinsam mit Sophie Hinners für die Cannes Stars an den Start. Sprehe musste dabei in beiden Runden jeweils einen Abwurf verbuchen. In Runde eins saß sie auf Sprehe Hot Easy, in Runde zwei übernahm sie Hickstead White. Trotz der jeweils vier Strafpunkte kämpfte sich das Team bis auf Rang vier vor.
Riesenbeck bleibt Tabellenführer
In der Gesamtwertung muss sich das Team damit allerdings keine Sorgen machen. Mit 242 Punkten führt Riesenbeck International die Tabelle weiterhin deutlich an. Dahinter folgen die Istanbul Warriors mit 201 Punkten. Die Istanbul Warriors standen in Wien ebenfalls auf dem Podium. Henrik von Eckermann mit Hylanderhof’s Saruschka und Abdel Said mit Wathnan Calvaro blieben in der zweiten Runde ohne Fehler und sicherten sich Rang drei. Der Weg dorthin war allerdings nicht ganz so glatt: In Runde eins hatte das Team insgesamt acht Strafpunkte gesammelt.
Weitere süddeutsche Erfolge in Wien
Neben Maximilian Weishaupt gab es in den weiteren Springen von Wien Platzierungen für Süddeutschland. Besonders gut lief es dabei für die U25-Reiter. So beendete Emma Bachl mit ihrem vorsichtig springenden Obora’s Adrian das U25-Springen über 1,40 Meter auf Rang fünf und blieb dabei fehlerfrei (73,55 Sekunden). Die Baden-Württembergerin Alia Knack folgte mit ihrem erst achtjährigen New Touch auf Rang sieben und blieb ebenso abwurffrei (76,45 Sekunden). Ava Ferch kassierte mit Elvic v/h Hoeve-Terras einen Abwurf, lieferte aber eine schnelle Zeit von 63,45 Sekunden. Das reichte für Rang acht. Der Sieg ging an den Finnen Hugo Kogelnig mit Vermont (61,72 Sekunden). In einem Springen über 1,45 Meter landete Hans-Dieter Dreher mit Vestmalle des Cotis auf Rang zehn. Das Erfolgsduo lieferte über beide Umläufe zwei tadellose und schnelle Nullrunden.
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