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von Roland Kern am Samstag, 19.09.2026 um 13:05

Valerie del Rio Pfeffer auf Meisterkurs

Auf Meisterkurs: Valerie del Rio Pfeffer  /  © Lightwork_Photo

Was für eine Saison für Valerie del Rio Pfeffer: Die Landesmeisterin der Amateur-Dressurreiter peilt jetzt auch bei den Deutschen Meisterschaften in Zeiskam den Titel an. In der ersten Wertung lag sie schon weit vorne.

Rund 20 Punkte vor dem Feld sahen die drei Juroren die 34-jährige Polizistin im Sattel ihres zehnjährigen Oldenburgers Braveheart; am Richtertisch saßen auch Landestrainer Christoph Niemann und der Rheinzaberner Rechtsanwalt und Hippologe Dr. Dietrich Plewa. Beide sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie Geschenke an Reiter aus dem Land verteilen. Aber das war in diesem Fall auch nicht nötig.

Die 34-jährige Polizistin, die für den Reiterverein in Mannheim-Friedrichsfeld startet und in Ladenburg trainiert, aber von Pieter van der Raadt trainiert wird, zeigte eine gewohnt lässige Vorstellung mit den bekannten Höhepunkten in den Galoppwechseln und den Pirouetten. 71,44 Prozent waren der Lohn. Damit zieht sie als klare Favoritin am Sonntag ins Finale ein. Es wäre ihr erster Titel auf Bundesebene. Valerie del Rio Pfeffer, die in Weinheim an der Bergstraße wohnt, reitet im Sattel des etwas speziellen Rappen, der ihrer Freundin Kerstin Reichling gehört, reitet ohnehin die Saison ihres Lebens. Im November gehört sie zu den Favoriten auf einen iWest-Sieg in der Schleyer-Halle. Und fürs nächste Jahr peilt sie Drei-Sterne-Starts an.

Gut läuft es in Zeiskam auch für die 26-jährige Wrtschaftsinformatikerin Josephine Lechner aus Donzdorf auf ihrer bereits 18-jährigen Bayern-Stute Ladylike. Sie liegt nach der ersten Wertung auf Rang fünf und bekam 69,1 Prozentpunkte. Damit hält sie Anschluss an die Medaillenplätze, wenn die Deutsche Amateurmeisterschaft am Sonntagmittag entschieden wird. Sie hat ihre Stute auf den Punkt topfit nach einigen Drei-Sternen-Erfolgen der vergangenen Wochen, wegen denen sie auch aus dem Amateurlager herausrutscht - unverständlich, denn sie bleibt ja lupenreine Amateurin. Aber so sagt es das Reglement. 

Josephine Lechner bleibt auf Tuchfühlung zum Treppchen  /  © Lightwork-Photo

Manuel Back mit Ehrgeiz

Bei den Springreitern ist am Freitag der nordbadische Hufschmied Manuel Back erwartungsgemäß ehrgeizig in die Meisterschaft gestartet. Im Zeitspringen wollte er im Sattel seines Zangersheide-Schimmels El Star vant Ameldonk gleich einen Pflock einhauen und drückte mächtig auf die Tube. Ein Abwurf warf den 37-jährigen Landes-Vizemeister dann aber auf Rang acht zurück – damit bleibt er aber auf Tuchfühlung zu den Medaillenplätzen. Die Springreiter messen sich in Zeiskam in drei Wertungen. Aussichtsreich im Hinblick auf das Finale der besten 25 Reiter  liegt der Ehinger Unternehmer Marcel Braig auf seinem Cesar auf Rang zwölf.

Im „Amateurchampionat“, das auf M-Niveau ausgetragen wird, hat sich der Routinier Joachim Durst aus Güglingen mit seinem achtjährigen Holsteiner Doc auf Rang fünf positioniert. Für eine positive Überraschung sorgt Franz Gleinser aus Leutkirch-Diepoldshofen mit seinem neunjährigen Oldenburger Lord Lexington. Er kam in der ersten Wertung auf Rang zehn. Auch im „Championat“  werden die deutschen Meister in drei Wertungsprüfungen ermittelt.

Er will es wissen: Manuel Back  /  © Lightwork-Photo

Roland Kern (Redaktion)

Der Ruhepol der Redaktion, der im Notfall immer noch eine Lösung parat hat. Die Stimme (The Voice) von Reiterjournal-TV, hat selbst Pferde bis zur Klasse S ausgebildet und kennt keinen Feierabend.

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