Hauß-Party in Spöck
Sie hat die Ruhe weg – ein bisschen wie ihr Coach Timo Beck. Aber eben einen Plan. Mia Sophie Hauß ist spät in die Saison des Nürnberger Burg Pokals der Junioren eingestiegen, aber nach ihrem Sieg in der Qualifikation von Spöck am Wochenende liegt sie bereits auf einem Finalplatz.
Im Sattel ihrer niederländischen Stute Epona bekam sie in der Wertung auf dem Spöcker Rasen eine Wertnote von 8,5 von der Jury. Da es erst die zweite Station in diesem Jahr für sie war – nach Ladenburg – liegt sie jetzt auf Rang 15. Das Abitur im Frühjahr hatte Priorität. Mia Sophie Hauß trainiert schon seit drei Jahren bei Timo und Julia Beck, auch ihr Pferd wurde von den beiden Profis und Barbara Steurer-Collee ausgebildet. Schon in der vergangenen Saison war sie im Stuttgarter Finale vertreten. Außerdem will sie jetzt einen Start bei den Junioren-Landesmeisterschaften versuchen.
Den Richtern gefielen das zupackende Reiten und die Übersicht im Parcours. Die beiden mussten auch zügig unterwegs sein, denn Parcourschef Phil Schmauder forderte einen energischen Galopp; etliche Junioren mussten Zeitfehler und dadurch Abzüge in Kauf nehmen.
Die Qualifikation von Spöck lag klar in südbadischer Hand. Hinter Mia Hauß aus Kehl landete Milena Lauer aus Meißenheim, die Tochter von Regionaltrainer Nikolaus Lauer, mit der gewaltig springenden erst achtjährigen Stute Voque auf Rang zwei – sie bekam eine 8,3. Es folgten Fabian Herre aus Hohenzollern mit dem Belgier Marnix van de Leeuwerk auf Rang drei (8,2), Leonie Kriegs Schüler Henry Hoffmann mit Flying Rocky auf Rang vier (8,1) und Nick Semler, diesmal mit dem großen bunten Wallach Conradus auf Rang fünf. Von seiner Grundnote wurden 0,5 Punkte wegen eines Abwurfs abgezogen.
Der angehende Berufsreiter vom Stall Faller hat sich in der Gesamtwertung nach vier von acht Wertungen aber an die Spitze der Rangierung gesetzt vor Milena Zorn auf Stakkatos Boy; sie wurde in Spöck trotz zwei Abwürfen immerhin noch Fünfte vor Elisabeth Geisinger, die ebenfalls eine ganze Note wegen Abwürfen abgezogen bekam. Insgesamt hatte Phil Schmauder den Junioren eine technisch sehr anspruchsvolle Springbahn mit vielen Distanzen und Wendungen vorgesetzt – die kniffligste Anforderung bislang.
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