von Miriam Kasperlik am Montag, 13.05.2024 um 13:28

Achern: Michael Herhalt gewinnt mehrere S-Springen und den Großen Preis

Der Held von Achern: Michael Herhalt lässt keinen an sich vorbei / © Rea Burkart

Bestes Wetter und großen Sport bot der Reitclub Achern vergangenes Wochenende. Schon am Vatertag waren zeitweise um die 1.000 Zuschauer vor Ort und genossen auf der Terrasse neben dem großen Springplatz den Sonnenschein und das reiterliche Können.
Sportlich gesehen gab es dann am Freitag mit einer Springprüfung der Klasse S das erste Highlight. 13 Sprünge warteten auf die 17 Starter. Die erlaubte Zeit waren 81 Sekunden.
Für Reiter Michael Herhalt ging es als Dritter in den Parcours, gesattelt hatte er seine zwölfjährige Schimmelstute Bella Donna. Sascha Braun hatte als erster Starter schon ordentlich vorgelegt, 58,27 Sekunden galt es zu unterbieten. Kein Problem für Michael Herhalt, der mit seiner Schimmelstute richtig schnell und wendig war und mit 55,08 Sekunden die Prüfung am Ende gewann. Und genauso erfolgreich ging es für den Reiter des Reitzentrums Frese weiter, denn auch das S-Springen am Samstag konnte er für sich entscheiden, diesmal mit Westfalen-Wallach Chen Lu. Hier allerdings deutlich knapper mit 67,72 Sekunden vor Anna-Marlena Zehnle, die den Parcours nach 67,75 Sekunden beendete.

Im Anschluss wartete dann ein weiteres S-Springen auf die Zuschauer. In der Qualifikation zu den siebten Amateurmeisterschaften siegte Luisa Meidinger auf One Sniper. „Das war richtig guter und fairer Sport im Amateur-S. Wir hoffen, dass wir auch nächstes Jahr wieder eine Qualifikation dieser Meisterschaft hier austragen dürfen,“ berichtete Andreas Bohnert, erster Vorsitzender des Reitclubs Achern.

Vor dem Großen Preis von Achern wurde es am Sonntagnachmittag dann erst einmal emotional. Wallach Cadburry, geboren 2007, wurde von Sascha Braun aus dem Sport verabschiedet. Wie er selbst sagt, ein Pferd, das immer mit viel Ehrgeiz, Blut und Sportsgeist punkten konnte. Die beiden waren bei S***-Springen zum Beispiel in Mannheim oder beim Balve Optimum erfolgreich und ritten sogar in der Achener Soers oder bei den German Masters. „So ein Pferd hat man nur einmal,“ fasste Sascha Braun zusammen.

Nach dem Abschied ging es für Sascha Braun direkt weiter, auch er ritt im Großen Preis, hier auf Chacvaro und Emmylou Balou Z. Mit beiden Pferden schaffte er es dann auch in die Platzierung auf Platz drei und fünf.
Doch auch in dieser Prüfung war einer einfach nicht zu schlagen: Michael Herholt. Ganz still war es, als er als Abschlussreiter in den Stechparcours ritt. Franziska Ritter hatte mit 44,12 Sekunden und einer fehlerfreien Runde vorgelegt. Doch er setzte sich mit seinem Chen Lu und einer schnellen Runde von 42,78 Sekunden mal wieder an die Spitze. Schon letztes Jahr hatte er den großen Preis gewonnen und konnte somit gestern seinen Titel verteidigen.

Miriam Kasperlik (Redaktion)

Miriam Kasperlik hat in Stuttgart Journalismus studiert und im Anschluss eine Ausbildung im Bereich der Pferdewirtschaft und als Physiotherapeutin für Pferde und Hunde gemacht. Sie betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Pensionspferdehaltung in der Nähe von Karlsruhe. Dort gibt sie Reitunterricht für Schul- und Privatreiter. Auf den eigenen drei Pferden ist sie hauptsächlich im Dressursattel unterwegs, legt aber viel Wert auf Abwechslung im Training mit Halsringreiten oder Ausflügen ins Gelände. Sie schreibt am liebsten Reportagen mit den Schwerpunkten Gesundheit, Haltung und Training

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