Zeutern: Schülerin diesmal vor der Lehrerin
Es hatte sich schon am Vortag angedeutet: Chilli Jam ist in der Form ihres Lebens. Die 14-jährige bayerische DSP-Stute und ihre Reiterin Anna Louisa-Fuchs aus Hirschberg waren am Ostermontagmittag im Kurz-Grand zum Abschluss des Dressurfestivals von Zeutern mit 75 Prozent der Punkte nicht zu schlagen. Nicht einmal von ihrer Trainerin und Championatsreiterin Dorothee Schneider, die mit dem kapitalen Hengst Vainqueur diesmal 74,225 Prozent der Punkte bekam. Die Fehler im Ablauf wogen einfach zu schwer. Der elfjährige Hannoveraner, Sohn des Vivaldi, hinterließ in Zeutern dennoch einen bleibenden Eindruck, eventuell sogar als Championatshoffnung seiner Reiterin, die in Zeutern mit einem gebrochenen Finger im Sattel saß –was sie nicht darin hinderte, ein halbes Dutzend Pferde in fast allen Klassen an den Start zu bringen.
Im Kurz-Grand-Prix zeigte Chilli Jam unter ihrer fein agierenden Reiterin wieder atemberaubende Verstärkungen mit vorbildlicher Bergaufbewegung. Das ist internationales Top-Niveau. So tauschten Schülerin und Trainerin am Finaltag den Platz in der Platzierung.
Erneut auf Rang drei in einem bärenstarken Grand Prix-Feld belegte Ann-Kathrin Lindner mit ihrem Württemberger Lord of Dance vor Martina Steisslinger mit Favory und dem sympathischen Neuzugang (aus Bayern), Anna Magdalena Scheßl auf dem Württemberger Durbary.
Foto: D. Matthaes
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