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Reiterjournal 18.01.2026
Auch die letzten Tage der PARTNER PFERD boten sportlich noch einmal ein ausgesprochen spannendes Programm. Als Höhepunkt stand am Sonntagnachmittag das Weltcup-Springen auf dem Plan, in dem sich Michael Jung mit Fischerheros Z einen starken sechsten Platz sicherte. Doch auch der Nachwuchs war in Leipzig erfolgreich unterwegs.
Mit Blick auf den internationalen Spitzensport stand das Weltcup-Springen über 1,60 Meter im Fokus. Die hochanspruchsvolle Wertungsprüfung gewann der Schweizer Steve Guerdat. Sehr souverän pilotierte er den zwölfjährigen Fuchswallach Albführen’s Iashin Sitte fehlerfrei durch den Umlauf und musste als erster Reiter im Stechen vorlegen. Dies gelang eindrucksvoll: Guerdat beendete den Kurs in der schnellsten Zeit von 42,21 Sekunden. Damit verwies er den Franzosen Simon Delestre mit Gatsby du Tillard auf Rang zwei (43,25 Sekunden) sowie Gerrit Nieberg mit Ping Pong van de Lentamel auf Platz drei (44,54 Sekunden). Bereits am Vortag hatte Guerdat einen weiteren großen Sieg gefeiert: Im Championat der Stadt Leipzig ritt er mit Is-Minka und einem unschlagbaren Manöver im Stechen zu Gold.
Aus baden-württembergischer Sicht galt es, Michael Jung und seinem Fischerheros Z die Daumen zu drücken. Bereits im Qualifikationsspringen am Freitagabend präsentierten sich die beiden in Topform und sicherten sich Rang zwei. Auch im heutigen Umlauf lief es hervorragend: Mit einer fehlerfreien Runde lösten sie ihr Ticket für das Stechen. Dort fiel jedoch eine Stange. Dennoch hatten der Reitmeister und sein erst neunjähriger Zangersheide-Wallach den schnellsten Vier-Fehler-Ritt gezeigt. Damit reichte es in dem stark besetzten Feld noch für einen sehr guten sechsten Platz. Vor Michael Jung platzierten sich Johan-Sebastian Gulliksen (Norwegen) mit Colonello auf Rang vier sowie Mario Stevens mit Starissa FRH auf Platz fünf.
Während Jung heute auf Fischerheros Z setzte, durfte Stallkollegin Eclaire Z bereits am Vortag die Leipziger Messehalle unsicher machen. Nach ihrem Auftaktsieg im 5*-Springen am Freitag hatte der Olympiasieger der Vielseitigkeit im Championat der Stadt Leipzig erneut auf die neunjährige Fuchsstute gesetzt. In dieser Prüfung musste das Paar jedoch einen Abwurf hinnehmen. Am Abend ging es für Eclaire Z erneut an den Start – beim PARTNER PFERD Speed Cup. Diese rein zeitbetonte Prüfung ist jedes Jahr ein echtes Publikumshighlight. Im Springen über 1,45 Meter waren Jung und Eclaire Z in der drittschnellsten Zeit unterwegs, mussten jedoch drei Strafpunkte verbuchen. Damit belegte das Paar am Ende Rang sechs. Lokalmatador Marvin Jüngel, der vor heimischem Publikum zu überzeugen wusste, sicherte sich den Sieg. Auch in der Youngster Tour der Siebenjährigen ritt Jüngel zum Erfolg.
Aus dem Ländle waren zudem zwei junge Damen nach Leipzig angereist, zur Area9 Lyceum Pony-Trophy. Wenn es um Ponys und Springen geht, denkt man schnell an die beiden erfolgreichen Nachwuchsamazonen: Luisa Sophie Roth und Jana Roth. Bei Luisa Sophie Roth und Black Jack lief es an diesem Wochenende nicht ganz nach Wunsch. Jana Roth hingegen wusste im Sattel ihrer Bumble Bruni erneut zu überzeugen. Nach einem sechsten Platz im Einlaufspringen am Freitag steigerten sich die beiden am Samstag noch einmal: Fehlerfrei absolvierten sie den 1,20-Meter-Parcours in der viertschnellsten Zeit. Damit sicherten sich Jana Roth und ihre erst zehnjährige Stute einen starken vierten Platz.
Alle Ergebnisse der PARTNER PFERD finden sie hier.