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Reiterjournal 09.11.2025
Nach Spanien, Amerika und jüngst Frankreich flog Richard Vogel an diesem Wochenende weiter nach Italien. Mit an Board hatte er drei seiner aktuellen Top-Pferde. Und konnte mit allen dreien tolle Erfolge erreiten.
Es geht nach wie vor erfolgreich weiter für den aktuell sechsten der Weltrangliste. Der Baden-Württemberger Richard Vogel ist auch gegen Ende des Jahres immer noch genauso viel beschäftigt unterwegs, um die so wichtigen Springturniere der Spitzen-Liga mitzureiten. Insbesondere die immer weiter Fahrt aufnehmende Weltcup Saison bietet dazu allen Grund. So auch an diesem Wochenende das Longines FEI Weltcup Turnier „Jumping Verona“.
Nachdem Vogel am Freitag in einem CSI5*-Springen zunächst mit dem elfjährigen Schimmelhengst Cloudio noch auf dem zehnten Platz gelandet war, griffen die beiden in dem heutigen Weltcup Springen über 1,60 Meter hohe Hindernisse umso ambitionierter an. Das Springen mit Stechen bot einen durchaus herausfordernden Parcours. Von den 40 Starterpaaren gelang es lediglich sieben Reiter-Pferd-Kombinationen fehlerfrei durch den Umlauf zu kommen – Vogel und der Holsteiner waren eine davon. Jedoch sollte es im Stechen nicht so fehlerfrei weitergehen. Auch wenn die beiden mit 35,44 Sekunden mit Abstand die Siegeszeit eingeritten hätten, musste sie einen Abwurf in Kauf nehmen. Mit dem schnellsten vier-Fehler-Ritt rangierten Richard Vogel und Cloudio schlussendlich auf Platz drei. Der Sieg ging an den aus Hessen stammenden Daniel Deusser im Sattel von Otello de Guldenboom. Fehlerfrei beendeten sie den Kurs nach 36,13 Sekunden mit Gold.
Neben Cloudio war auch das belgische Warmblut Phenyo van het Keysersbos Teil von Vogels Erfolgstrio der Verona-Reisegruppe. In einem 5*-Springen mit Stechen über 1,55 Meter hohe Hindernisse am Samstag wusste der kleine, braune Hengst seine Qualitäten erneut unter Beweis zu stellen. So flog er unter der gekonnten Vorstellung seines Reiters sowohl fehlerfrei durch den Umlauf als auch Stechparcours. Mit 36,66 Sekunden auf der Uhr nach der zweiten Runde, mussten Vogel und Phenyo sich lediglich dem Italiener Piergiorgio Bucci und seinem Sportpartner Pallieter vd N. Ranch geschlagen geben, die noch elf Millisekunden schneller über die Ziellinie geritten waren. Dennoch gab es einen tollen zweiten Platz für Richard Vogel und seinen vielversprechenden (nicht mehr ganz) Nachwuchs-Springstar.
Für wichtige Frauenpower sorgte die Schimmelstute Uppsala JPS. Auch sie konnte sich erfolgreich im Veroner Parcours präsentieren. So sprang die erst achtjährige Westfälin, Tochter von Richard Vogels Ausnahmehengst United Touch S, in einem 5*-Springen mit Joker über 1,45 Meter eine souveräne Runde. Mit der vollen Punktzahl von 65 Punkten beendeten Vogel und die Stute aus der Zucht und dem Besitz von Julius-Peter Sinnack den Kurs nach 44,30 Sekunden, womit sie Vogels zweite silberne Schleife des Wochenendes sicher hatten. Hinter Emanuele Guadiano (Italien) und Vasco rangierten Uppsala und Vogel auf dem zweiten Platz dieses Springens.
Nach diesem erfolgreichen Wochenende, wird Richard Vogel seine Vorhaben, in der kommenden Wochen im Rahmen der Stuttgart German Masters erneut anzugreifen, mit Sicherheit nicht gemindert haben.