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Reiterjournal 09.06.2023
Am Wochenende vom 8. bis 11. Juni stehen beim Reiterverein die Ichenheim Classics mit den Südbadischen Meisterschaften Dressur an, nur eine Woche das Pendant dazu im Springen. Damit Pferde und Reiter optimale Bedingungen vorfinden, wurde nun der Abreiteplatz komplett saniert.
Die Teilnehmer der Ichenheim Classics mit den Südbadischen Meisterschaften beim Reiterverein Ichenheim dürfen sich freuen: Pünktlich zum Turnier wurde der neue Abreiteplatz fertiggestellt. Dafür hat die Firma terra-tex aus Meißenheim den alten Belag komplett abgetragen. Anschließend wurden Trag-, Trenn- und Tretschicht erneuert. In Teamarbeit haben die Mitglieder des Vereins gemeinsam die dafür notwendigen Gummimatten verlegt.
Hand in Hand„20 Helfer waren wir, fünf Stunden dauerte es, bis alle Matten platziert waren“, sagt Vorstands-Mitglied Reinhard Schill. Zuvor waren rund 1000 Tonnen Schotter auf dem Platz als Tragschicht verteilt worden. terra-tex selbst hat etwa vier Tage gebraucht, um den Platz fertigzustellen. „Fast 600 Tonnen Sand haben wir aufgebracht“, so Harald Dorner, Geschäftsführer der Firma. Die Tretschicht enthält außerdem als Zuschlagstoff Vlieshäcksel, auch wenn Bau von Reitplätzen mit synthetischen Zuschlagstoffen inzwischen nicht mehr vom Badischen Sportbund gefördert wird. Die Kosten von rund 200 000 Euro bezahlt der Verein daher aus eigener Tasche. „Ein anderer Belag kam für uns nicht infrage“, sagt Schill. „Holzschnitzel würden zu schnell verrotten.“ Sand alleine biete außerdem nicht die Scherfestigkeit, die auf der Anlage benötigt wird, betont Dorner. Denn schließlich werden auch Springprüfungen bis zur schweren Klasse ausgetragen, so stehen die Südbadischen Meisterschaften der Springreiter ein Wochenende nach den Dressurreitern an, außerdem die Landesmeisterschaften der Springreiter im Juli.
„Mit der Erneuerung des Platzes haben wir optimale Bedingungen geschaffen“, so Dorner. Bis zum Turnier wird der Boden nun täglich intensiv bewässert, damit er sich ausreichend setzt. An der kurzen Seite wurde der Platz etwas zurückgebaut und verkleinert, so ist ein zusätzlicher Bereich entstanden, wo die Reiter ihre Pferde longieren können. „Damit sind wir gut aufgestellt für die Turniere und zusätzlich können die Reiter auch in die Reithalle ausweichen“, sagt Gerhard Reichenbach, der federführend bei den Veranstaltungen ist. (mj)