Logo

Ticket gelöst: Bresch/Jacobs sind in Tryon dabei


Sie haben für den deutschen Voltigiersport und für sich selbst für eine Sensation gesorgt: Die Tübingerin Theresa-Sophie Bresch und ihr Pas de deux-Partner Thorben Jabobs haben in Aachen beim Weltfest des Pferdesports die Doppel-Wertung gewonnen. Und wie. Sie haben geradezu ein Feuerwerk an Voltigierkunst präsentiert. Zum ersten Mal seit sieben Jahren steht damit in der Soers ein deutsches Duo auf dem Podest. Doch das ist nicht genug: Mit diesem Erfolg haben die beiden die Fahrkarte für die Weltreiterspiele in Tryon gezogen.

Seit 2012 war der Sieg in dieser Kategorie an Großbritannien, die USA, Italien und dreimal nach Österreich gegangen. Nun freuten sich Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs über Gold in der Soers. Die Athleten vom VV Köln-Dünnwald hatten anno 2011 im Übrigen auch für den letzten schwarz-rot-goldenen CHIO-Triumph gesorgt. Nach einem bislang durchwachsenen Sommersaison-Verlauf absolvierten die amtierenden Weltcup-Sieger beide Durchgänge auf ihrem Pferd Danny Boy OLD – longiert von Alexandra Knauf – ohne Fehler. Nach der gestrigen Wertung von 8,63 Punkten konnten sich die Deutschen mit ihrer Kür zu spanischen Klängen noch einmal deutlich steigern und verbuchten heute als einziges Pas-de-Deux mit 9,066 eine Wertung über der magischen Grenze von neun Punkten (gesamt 8,848).

Torben Jacobs zeigte sich sehr zufrieden. „So richtig glauben können wir es nicht. Das ist viel mehr als wir uns erhofft hatten. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, einfach nur unsere Trainingsleitung bestmöglichst abzurufen, harmonisch und sauber zu sein und vor allem Ausruck und Stimmung in die Halle zu bringen. Ich glaube, das haben wir geschafft. Dass es dann auch noch für den Sieg gereicht hat, ist genial.“ Auch Bresch war glücklich: „Ich glaube, heute hat es noch besser gewirkt. Dabei war es für uns auf dem Pferd etwas schwieriger. Wir mussten noch mehr arbeiten und haben alles gegeben und sind noch mehr über uns hinausgewachsen. Als ich unten war, wusste ich, dass es eine gute Kür war und dass wir nicht mehr hätten rausholen können.“

Damit verwiesen die Rheinländer die Vorjahres-Sieger Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini auf Platz zwei. Die amtierenden Europameister beendeten den CHIO mit 8,72 Punkten. Über Platz drei freuten sich Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels. (fn-press/mos)

Foto: Daniel Kaiser

Top