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Deutschland gewinnt Bronze im Nervenkrimi


Die Nervosität war spürbar. Grischa Ludwig, Kopf der deutschen Reining-Mannschaft, lief auf und ab und wusste gar nicht so recht, wo er hin sollte, als seine Schülerin Julia Schumacher mit Coeurs Little Tyke, einem achtjährigen Quarter Horse, im Warm-Up war. Es ging verdammt eng um Bronze zu. Der zweite deutsche Reiter, Markus Süchting, hatte mit Spotlight Charly die Deutschen auf Medaillenkurz gehalten und auch der Stuttgarter Robin Schöller und Wimpy Kaweah zeigten eine tolle Leistung, waren mit 220,0 Punkten am Ende aber das Streichergebnis. Ein paar mehr Punkte hätten dem deutschen Team zu dem Zeitpunkt gut getan. So hing alles an Julia Schumacher, die vor vier Jahren in Caen noch Zuschauerin war. Doch die Reiterin aus Bitz behielt die Nerven. Mit 221,0 Punkten stand aber immer noch alles auf der Kippe. Doch Julia Schumacher erklärte: „Es war für mich eine große Ehre, hier überhaupt zu reiten. Ich hätte gedacht, dass mein Score etwas höher ist, ich hatte ein echt gutes Gefühl, aber das ist ja immer auch etwas subjektiv. Es war für mich als letzte Starterin schone in riesen Druck, aber ich habe mir dann versucht, zu sagen, was für eine Ehre es ist, hier dabei zu sein.“ Am Ende reichte es. Es war nur ein halber Punkt zu den Österreichern – doch es war Bronze. Gold ging erwartungsgemäß an die USA mit uneinholbaren 681,0 Punkten, Bronze – wie in Caen – an Belgien mit 671,5 Punkten. Deutschland sammelte insgesamt 666,5 Punkte. (mos)

Foto: Lafrentz

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