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Deutsche Fahrer erleben Gelände-Desaster

Bei den Weltereiterspielen in Tryon ist der Wurm drin bei den deutschen Vierspänner-Fahrern. Nach der Dressur lag das Team von Charly Geiger bereits auf dem Schlussrang und auch im Gelände lief es nicht besser. Im Gegenteil. Georg von Stein, der als erster in den Marathon musste, hatte große Probleme am fünften Hindernis, hatte die Wendung zu spät eingeleitet - zwei Bälle gingen zu Boden. Dann kam er auch nicht ins nächste Tor und musste eine Volte fahren. "Das darf nicht passieren, aber ich habe hohes Risiko genommen", so von Stein. "Ich hoffe, dass ich morgen noch mal abliefern kann, denn bisher haben sich die Fehler durch das ganze Wochenende gezogen."

Doch es kam noch schlechter für die Deutschen. Christoph Sandmann wurde an Hindernis fünf eliminiert. Sein linkes Stangenpferd Wanita rutschte weg, kam unter die Deichsel, die Vorderpferde standen halb auf ihr - es wurde Hilfe von außen benötigt, damit Wanita wieder aufstehen konnte. Das bedeutete den Ausschluss. Immerhin: Allen Pferden geht es gut.

Mareike Harm fuhr eine solide Runde, konnte alle Hindernisse so nehmen, wie angedacht - sie war zufrieden.

Mit dem Gesamtergebnis war Bundestrainer Geiger allerdings nicht zufrieden, klar: "Das ist eine Enttäuschung. Wir sind etwas Risiko eingegangen, als wir Mareike mitgenommen haben, die eine Spitzendressur fahren kann, aber im Gelände nicht die Stärkste ist - dass uns jetzt allerdings ein Top-Geländefahrer ausfällt, ist wirklich enttäuschend."

Mit der Geländestrecke an sich zeigten sich die Fahrer mehr als zufrieden. An jeder Versorgung habe man Eiswasser zum Kühlen gehabt, durch die runtergesetzt Zeit konnte jeder zwischendurch Schritt fahren. "Die Vorbereitung war vom Allerfeinsten", so Geiger.

Bei den Mannschaften führt überraschend (nach mehrmaliger Ergebnisänderung) die USA mit 338,55 Punkten vor Belgien mit 353,8 Punkten und den Niederlanden mit 357,67 Punkten. In der Einzelwertung hat Boyd Exell aus Australien mit 153,61 Punkten die Nase vorn. Chester Weber aus den USA liegt an zweiter Position mit 160,61 Punkten und dem Belgier Edouard Simonet mit 171,32 Punkten. Georg von Stein belegt Platz acht, Mareike Harm den zehnten Rang. (mos)

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