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Freitag, 30.08.2019

Felix Vogg: "Als Dressurpferd ist er nicht geboren"

Der Schweizer Felix Vogg, der in Waiblingen geboren und in Radolzell Zuhause ist, kam mit einem nicht ganz glücklichen Gesicht aus dem Viereck bei der Europameisterschaft in Luhmühlen. Mit Archie Rocks hatte er quasi seine Zweitwahl am Start, weil sich Colero kurz zuvor einen Infekt zugezogen hatte. Da wollte er lieber nichts riskieren. Und Archie Rocks, ein elfjähriger Vollblüter, ist erst seit Anfang des Jahres bei Vogg. "Als Dressurpferd ist er nicht geboren", schmunzelte der Reiter. "Aber die Woche war für ihn auch schwierig. So viel Dressurarbeit - das muss ein Vollblüter erstmal verkraften." In Frankreich war Archie Rocks noch etwas besser unterwegs als jetzt mit seinen 36,5 Punkten... "aber seine Disziplin ist morgen, dafür ist er gemacht. Leider sind es wenige Berge. Aber das ist sein Ding." Die Dressur allerdings, da ist sich Vogg sicher, wird noch besser werden. "Er will immer, jeden Tag, bei allem. Er lässt einen nie hängen und will alles richtig machen."

Luhmühlen, so sagte der Olympiateilnehmer von Rio, sei ohnehin kein Dressurturnier. Vielleicht für die ersten fünf Reiter, aber nicht dahinter. Sehr viele Komplexe gebe es, wenig Einzelsprünge. Da müsste man oft das Tempo rausnehmen, so Vogg. Vor allem das erste Wasser und das Stadion dürfe man nicht unterschätzen, erklärte der Radolfzeller. "Und das Milford-Wasser zum Schmalen hin - da ist man schnell vorbei, wenn man nicht auf der Hut ist. Aber im gesamten ist alles sehr fair gebaut." (mos)

Foto: Lafrentz

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