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Sonntag, 22.01.2023

Leipzig: Richard Vogel nun doch im Weltcup-Finale?

Foto: Stefan Lafrentz
Foto: Stefan Lafrentz

Flashback nach Stuttgart: Sensationell hatte Richard Vogel dort vor heimischer Kulisse das Weltcup-Springen mit United Touch gewonnen. Schon damals hatte sich bei den Presse-Vertretern die Frage aufgedrängt, ob der 25-jährige Springreiter denn auch mit dem Weltcup-Finale Anfang April in den USA liebäugle. Das hatte er bis dato noch nicht, schließlich war es in Stuttgart sein erster Weltcup-Start überhaupt gewesen. Nach dem heutigen Turniertag wird der gebürtige Oberschwabe seine Planung der nächsten Monate aber nochmal gehörig überdenken.

Im Rahmen der PARTNER PFERD hatte Richard Vogel bereits gestern das Championat von Leipzig für mit Caracho für sich entschieden. Heute setzte der Shootingstar, der eigentlich aktuell in Wellington über die Winter-Monate verweilt, zum nächsten großen Coup an. Also fast. Denn Gerrit Nieberg, der nach fantastischen Runden in Basel, auch in Leipzig wie am Schnürchen ablieferte, schlug „Richie zum ersten Mal“ wie er selbst im Anschluss an die Siegerehrung zugab. Im Sattel des Schweizer Wallachs Blues D’Aveline schnappte der 29-jährige Springreiter dem bis dato Führenden den Sieg weg. Richard Vogel und Looping Luna, die mit gerade ein Mal neun Jahren zu den jüngsten Pferden im Feld des 1,60 Meter-Springens zählte, hatten mit einer fehlerfreie Runde und 37.08 Sekunden die Messlatte gelegt. Er wurde Zweiter, liegt in der Weltcup-Wertung nun auf Platz zehn. Eine Qualifikation zum Finale wäre also gar nicht so unwahrscheinlich. Drei Etappen sind es noch in der Western European League, diese sind in Amsterdam, Bordeaux und Göteborg. Letztere möchte Vogel nun eventuell bestreiten.

Ebenfalls erfreulich aus baden-württembergischer Sicht: Der 14-jährige Holsteiner Limbridge aus der Zucht von Ralf Pawlowski aus Heidenheim sprang mit seiner Reitern Jana Wargers auf Rang acht des Weltcup-Springens. Nach einer tadellosen Nullrunde zu Beginn, erlaubten sich die beiden im entscheidenden Stechen einen Fehler. Marcel Marschall und Coolio verpassten mit zwei Zeitfehlern auf dem Konto denkbar knapp das Stechen der besten Zwölf, die auch platziert wurden. (akb)

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