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Montag, 20.06.2022

Trauer um Friedrich Haag

Friedrich Haag starb am 15. Juni 2022 im Alter von 91 Jahren nur wenige Monate nach dem Tod seiner geliebten Frau Inge.

Friedrich Haag, Gartenbaumeister mit eigenem Betrieb, Landtagsabgeordneter (1969 bis 1992), Präsident des Württemberger Gärtnereiverbandes (1972 bis 1987), Mitglied des Stuttgarter Stadtrates (1968 bis 1972), „Erfinder“ von Landes- und Bundesgartenschauen, Pferdezüchter und Fahrer mit selbst gezogenen Württemberger Pferden und Ponys, hätte am 14. September seinen 92. Geburtstag gefeiert. Zu seinem vielfältigen Engagement in Ehrenamt und Wahl-Ämtern gehörten die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat des Württembergischen Staatstheaters, im Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma, in der Vertreter-Versammlung des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg, im Aufsichtsrat der Deutschen Gartenbau (Hagel-) Versicherung und im Verwaltungsrat des Universitätsbundes Hohenheim. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP und als Mitglied im Agrar- und Sozialausschuss setzte er sich auch für die Belange der Pferdezucht und des Pferdesports sowie des Haupt- und Landgestüts Marbach ein. Mit seiner Unterstützung konnten das Pferdezentrum in Marbach erbaut, die Besoldung von Gestüts-Bediensteten verbessert und Vorschriften im „Reiterlass“ gemildert werden. Als Mitglied des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Stuttgart-Möhringen hat er mit seinen Württembergern auch an Turnieren und Fahrmeisterschaften teilgenommen. Mit vier Ponys aus der väterlichen Zucht war sein Sohn Fritz Haag Landesmeister, Deutscher Meister und Vizemeister und Sohn Peter Haag Landesmeister mit zwei Ponys. Bis ins hohe Alter spannte Friedrich Haag seine Ponys selbst noch zu Ausfahrten ein. Aus seiner Zucht gingen die Marbacher Landbeschäler Abendstern, Abutilon, Adonis und Ginkgo hervor. Für sein Engagement und seine Verdienste erfuhr er große Ehrungen und Auszeichnungen.1974 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Band, 1980 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und 1986 das Große Verdienstkreuz. 1992 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, 1997 mit der Reinhold-Maier-Nadel geehrt. Die Universität Hohenheim, deren Entwicklung er ebenfalls begleitet und gefördert hat, verlieh ihm 1980 für seine Verdienste auch um die Staatliche Gartenbauschule und das Deutsche Landwirtschaftsmuseum die Würde eines Ehrensenators. Für seine großen Verdienste um die Pferdezucht ernannte ihn der Zuchtverband Baden-Württemberg bei einer Delegierten-Versammlung zum Ehrenmitglied und zeichnete ihn mit der Verdienstmedaille und der Ehrennadel des Verbandes aus.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. Juni 2022, um 11.30 Uhr auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch statt.

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