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Dienstag, 27.09.2022

Die Stuttgart German Masters melden sich in voller Stärke zurück

Foto: in.Stuttgart
Foto: in.Stuttgart

In der neuen Turnier-Unterkunft, dem Stuttgarter Maritim-Hotel, verkündeten die Veranstalter der Stuttgart German Masters in der Auftakt-Pressekonferenz nun höchsterfreuliche Nachrichten: Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wird sich das Fünf-Sterne-Turnier in voller Stärke vom 9. bis 13. November im Hallenduo des NeckarParks zurückmelden. „Wir machen dort weiter, wo wir 2019 aufgehört haben – auf höchstem Niveau, mit einem abwechslungsreichem Programm und namhaften Starterfeldern.“ ließ Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft gleich zu Beginn verlauten. Die Stuttgart German Masters gehörten nach wie vor zu den absoluten Indoor-Highlights der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle, man habe von Veranstalter-Seiten aus vor allem das besondere Flair des Reitturniers vermisst, die Stimmung in der Halle vom Publikum aber auch von den jubelnden Reitern. Deshalb freue man sich umso mehr auf das „große Familientreffen der Pferdeszene“ in Stuttgart. Wie groß die Freude in der Szene ist, lässt sich bereits am Ticket-Vorverkauf erahnen. Man stehe, was die Zahlen angeht gleich gut, fast sogar noch etwas besser, als 2019 da, verkündete Projektleiter Claus Lederer.

Foto: A. Brodbeck
Foto: A. Brodbeck

Einer der sich besonders freut, ist auch German Masters-Botschafter Michael Jung, der ebenfalls ein Teil der gestrigen Presse-Konferenz war. Für ihn gehöre das Stuttgarter Schleyer-Hallen-Turnier zu den „besten Turnieren der Welt“, weil man sich hier als Reiter rundum wohlfühle. Die Schleuse hochzureiten in den Hexenkessel verspreche jedes Mal Gänsehautfeeling. Dieses Gänsehautfeeling wollen sich mit Michael Jung auch viele weitere hochklassige Reiter nicht entgehen lassen. Wie gewohnt werden die Stuttgart German Masters erneut Austragungsort der Weltcup-Etappen in Springen, Fahren und Dressur sein, weshalb weltklasse Reiter wie etwa Dressur-Königin Isabell Werth in den Arenen erwartet werden. Turnierleiter Andreas Krieg betonte in der Presse-Konferenz, dass man mit zahlreichen namhaften Reitern in Gespräch sei. Namen durfte er an dieser Stelle noch nicht verkünden, der Nennungsschluss sei erst am 20. Oktober. Besonders dürfe man sich auch auf die drei Regio-Finals des BW Bank-Hallenchampionats, des IWEST Dressur-Cups und des NÜRNBERGER Burg-Pokals der baden-württembergischen Spring-Junioren freuen. Alle drei Turnierserien hätten spannende Qualifikationen hinter sich, die ein spannendes finales Zusammentreffen in der Schleyer-Halle versprechen würden.

Zu den Highlights der German Masters werden neben dem Indoor-Derby am Mittwochabend auch wieder der Showabend mit seinen facettenreichen Acts gehören. Hier soll zum einen der neue MASTERS-Hengst aus dem DSP-Zuchtgebiet gekürt werden, zum anderen wird es einen Reit-Triathlon geben sowie Schaunummern des Haupt- und Landgestüts Marbach, den Brüsewitz-Brüdern aus dem Voltigier-Lager, der Oberländer Reitertruppe und Freiheitsdressuren namhafter Künstler. An den anderen Turniertagen werden die Schaunummern nicht wie 2019 am Ende des Turniertages nochmal zu sehen sein, sondern vielmehr als attraktiver Lücken-Füller zwischen den Prüfungen. Turnierleiter Carsten Rotermund erläuterte im Rahmen der Presse-Konferenz, dass man sämtliches Feedback der Gäste ernst genommen hätte und daher leichte Anpassungen am Programm vorgenommen habe. Zu den Änderungen der diesjährigen Stuttgart German Masters gehört beispielsweise auch, dass die Aussteller allesamt in die Nebenhallen verlagert werden. Die Umläufe der Schleyer-Halle seien schlichtweg zu beengt, man möchte den Besuchern mehr Platz zum ausgiebigen Shoppen geben.

Geschäftsführer Andreas Kroll betonte, dass man auch als in.Stuttgart nach zwei Jahren Pandemie vor zahlreichen Herausforderungen stand. Die schwierigste Phase sei die des Wieder-Anfangs gewesen, so auch jetzt bei den Stuttgart German Masters. Da sich in der Veranstaltungsbranche viel getan habe, müsse man auf einige neue Partner und Dienstleister zurückgreifen. Man könne nur wenig aus der „alten Schublade ziehen“. Da die Stuttgart German Masters aber nicht die erste Veranstaltung sei, die wieder stattfindet, konnte man bereits einige gewinnbringende Erfahrungen sammeln und ist sehr zuversichtlich.

Wolfgang Walter nahm stellvertretend für Haupt-Sponsor WALTER solar an der Presse-Konferenz teil. Auch er freue sich ganz besonders auf den Turnier-Klassiker, besonders da das Unternehmen und seine Familie gleich an mehreren Stellen in das Turnier miteingebunden sei. Seit nunmehr zehn Jahren als Sponsor und als Aussteller, Sohn Mario Walter reite aller Voraussicht nach im Finale des BW Bank-Hallenchampionats mit und man freue sich besonders erneut am Freitagvormittag der Turnier-Woche das Energie-Forum veranstalten zu können. Die Themen könnten aktueller nicht sein: Es soll zum einen um die aktuelle Situation auf dem Energie-Markt gehen, die eingeführte PV-Pflicht in Baden-Württemberg oder das Thema CO2-Neutralität. Das Thema Umwelt sei auch auf Veranstalter-Seite von immer größer werdender Bedeutung. Der Reitboden, der Jahr für Jahr mit mehreren LKW-Ladungen angefahren und wieder abtransportiert wurde, wird in diesem Jahr nur noch einmal geliefert und dann gelagert. So spare man zahlreiche LKW-Fahrten.

Im Rahmen der Presse-Konferenz kam erneut die Frage auf, wie man den Wegfall von Hauptsponsor Mercedes kompensieren konnte. Die Veranstalter entgegneten daraufhin, man habe die Pakete der Sponsoren leicht angepasst, konnte aber auch neue Partnerschaften knüpfen, etwa mit dem Auto-Hersteller Jeep. Die Ticket-Preise wurden zu Beginn des Jahres nur marginal angepasst betonten die Verantwortlichen. Ihnen sei besonders wichtig, dass das Niveau der Veranstaltung für Besucher, Reiter und Sponsoren an keiner Stelle nachlasse. Deshalb gab es auch bei den Preisgeldern nur wenige Veränderungen. Andreas Krieg erklärte, dass es lediglich bei den Springen Abstriche gab, diese sich aber dadurch ausglichen, dass man einen 100%igen Cashflow habe, sprich die Preisgelder werden zu 100 Prozent in Geld ausgezahlt und nicht in Ehrenpreisen.

Über eine erneute Turnier-Absage der Stuttgart German Masters aufgrund der (wiederaufkommenden) Corona-Pandemie müsse man sich wenig bis gar keine Sorgen machen, betonte Geschäftsführer Andreas Kroll gegenüber dem Reiterjournal. Das Turnier finde in jedem Fall statt, außer es würden Abstands-Regelungen vom Land verordnet werden, diese könnten die Stuttgart German Masters dann tatsächlich nicht einhalten. „Wenn wir nur jeden dritten Platz belegen dürfen, können wir nicht jedem dritten Ticket-Käufer sagen - Sie dürfen doch nicht kommen.“ so Andreas Kroll in seiner Begründung, er sehe das aber als sehr unwahrscheinlich an und blicke sehr optimistisch in die Zukunft. Lediglich das Tragen einer Maske könnte zur Auflage werden.

Auch das Reiterjournal wird für Sie wieder alle Tage vor Ort sein bei den Stuttgart German Masters. Als fester Medienpartner werden wir auch in diesem Jahr sowohl das Programmheft als auch die tägliche Turnier-Zeitung RJ Extra für Sie produzieren sowie mit einem großen Ausstellerstand vor Ort sein. (akb)

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