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Dienstag, 02.03.2021

Herpes legt internationales Turnier-Geschäft lahm

Es sind grausame Bilder, die derzeit um die Welt gehen, und nun auch uns in der Reiterjournal-Redaktion zugespielt wurden. Der EHV-1, Equines Herpes Virus, ist beim internationalen Reitturnier in Valencia ausgebrochen. Eine ganze Handvoll an Pferden ist dem Virusleiden vor Ort bereits erlegen. Wie St. Georg als Erstes berichtete, meldet die FEI Ausbrüche in mindestens drei weiteren europäischen Ländern, die ihren Ursprung in Valencia haben. Die FEI war zum Handeln gezwungen. Internationale Turniere aller Disziliplinen sind deshalb bis Ende des Monats abgesagt worden. Die Herpes-Verbreitung legt damit das internationale Turniergeschäft komplett lahm. Betroffen sind FEI-Turniere in Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Italien, Österreich, Polen, den Niederlanden, Deutschland und der Slowakei.

Die Touren auf den iberischen Halbinseln, in Italien und Belgien dürfen derzeit noch weiterlaufen, um eine gleichzeitige Massen-Abreise zu verhinden. Sollte jedoch auch dort Herpes auftreten, werden die Wettkämpfe sofort gestoppt. Zu den Turnierserien in Vejer de la Frontera (ESP), Vilamoura (POR), San Giovanni und Gorla Minore (beides ITA) wurden zusätzliche FEI-Tierärzte entsandt. Nur Pferde, die gesund sind und darüber ein ärztliches Attest vorweisen können, dürfen das Turniergelände noch verlassen. Wer sich daran nicht hält, dem droht eine Sperre durch die FEI.

Die Mediterranean Equestrian Tour in Oliva Nova ist aufgrund der neuesten Entwicklungen abgebrochen worden. Auch die Veranstalter im belgischen Opglabbeek haben die Reißleine gezogen. FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez sagte gegenüber dem St. Georg: "... dieser EHV-1 Ausbruch ist wahrscheinlich der schlimmste seit vielen Jahrzehnten in Europa". Und weiter: „Wir raten den betroffenen Verbänden zudem dringend dazu, auch ihre nationalen Turniere abzusagen."

Was der Herpes-Ausbruch für Veranstaltungen hierzulande bedeutet, darüber berät man mit der notwendigen Eile derzeit in Warendorf. In der kommenden Stunde wird ein Statement der FN erwartet. Wir halten Sie auf dem Laufenden. (FA)

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