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Freitag, 19.02.2021

Große Turniersportpläne in Iffezheim

Die Gemeinde Iffezheim bei Baden-Baden ist für ihre Galopprennen weltberühmt. Jetzt gibt es eine Gruppe von internationalen Profireitern und Investoren, die auf dem Areal der Rennbahn große Pläne haben: Eine Turnieranlage, wie man sie in der Szene aus europäischen Nachbarländern wie Holland, Italien und Spanien kennt. Ein erstes Treffen mit dem Iffezheimer Bürgermeister Christian Schmid hat schon stattgefunden, Anfang März ist der nächste Kontakt geplant. Dann soll auch der Gemeinderat der Kommune eine erste Stellungnahme abgeben. „Wir halten das Konzept für sehr interessant und wollen dies gerne weiterdenken“, sagt der Iffezheimer Rathauschef. Schmid hält die Ideen für „hochinteressant“. Die kombinierte Nutzung von Turniersport und Galopprennsport in Iffezheim ist für ihn eine „sehr charmante Vorstellung“.

Die Pläne dürften für die Gemeinde schon deshalb zur richtigen Zeit kommen, weil es derzeit keinen Veranstalter für die großen Rennen gibt. Die „Baden Racing“ hat schon eine Weile ihren Vertrag gekündigt, es gab offensichtliche Finanzprobleme. Im Rathaus bemüht man sich, für die altehrwürdige Rennbahn die passende Nutzung zu finden. Derzeit werden verschiedene Investorenmodelle geprüft, um die Pferderennen in Iffezheim am Laufen zu halten. Als mögliche Investoren sind auch die beiden Mannheimer Turfsport-Funktionäre Peter Gaul und Stephan Buchner im Gespräch.

Jetzt kommen die Turniersportambitionen dazu, hinter denen der Turfsportjournalist Daniel Delius und ein früherer deutscher Olympiareiter stehen. Der Springreiter, der namentlich noch nicht genannt sein will, lebt seit einigen Jahren im Ausland und ist europaweit gut vernetzt.

„Die Lage in Iffezheim ist ideal“, erklärte er jetzt gegenüber dem Reiterjournal. Der Standort liege inmitten von Europa, habe einen guten Namen in der Pferdeszene, die Stadt Baden-Baden sei besonders bei wohlhabenden Investoren bekannt, außerdem sei auf dem Rennbahn-Areal genügend Platz für Erweiterung. „Der Rennbetrieb soll von unseren Aktivitäten nicht beeinträchtigt werden“, erklärte er. Es sei ihm aber schon lange unbegreiflich, dass ausgerechnet die Reiternation Deutschland im europäischen Vergleich ins Hintertreffen gerate gegenüber Turnierstandorten wie Pelbeergen, Oliva oder Arezzo. Iffezheim könnte künftig in der Championsleague der Turniere mitspielen

Wie geht es nun weiter, wenn im März das nächste Treffen der Akteure stattgefunden hat?

„Die angedachten Flächen rund um die Rennbahn sind teils verpachtet und in einigen Bereichen auch naturschutzrechtliche Belange berührt. Hier sind wir aktuell   dabei, die Rahmenbedingungen mit den entsprechenden Behörden abzuklären. Sofern es von dort positive Signale gibt, können die weiteren Schritte eingeleitet werden“, so Bürgermeister Schmid. Am Ende müsse für eine politische Entscheidung das Gesamtpaket stimmen, sagt er. Anwohner-Einsprüche bei einer etwaigen Erweiterung fürchtet er nicht: „Auswirkungen können erst abgeschätzt werden, wenn das endgültige Konzept vorliegt und geklärt ist, in welchem Umfang eine Nutzung stattfinden wird. Es versteht sich von selbst, dass wir bei unseren Entscheidungen insbesondere auch die Belange unserer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen und mögliche Beeinträchtigungen jeglicher Art auf ein Minimum reduzieren wollen.“ Grundsätzlich, so Schmid, habe jeder in Iffezheim das Interesse, dass „diese wunderbare Galopprennbahn samt  ihrer langjährigen Tradition entsprechend genutzt wird“ (rok)

 

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