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Sonntag, 28.06.2020

Salzstetten: Brünz-Premiere trifft ins Schwarze

Vor gut zehn Jahren hat Andreas Brünz - gelernter Konditor, aber längst Vollblut-Profi und Springreiter aus der Landesspitze - seine Anlage in Waldachtal-Salzstetten aus dem Boden gestampft. 60 Boxen sind dort durch Pferde von Sport-Reitern gefüllt. Dennoch hatte Brünz, selbst ehemaliger Badenia-Sieger, bislang die Finger davongelassen, ein Turnier auf der eigenen Anlage  auszurichten. "Wenn, dann wollten wir es richtig machen. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen", so Brünz. Doch nun sei es an der Zeit gewesen, dem Sport etwas zurückzugeben. Mit Soenke Aldinger, seit September 2019 Bereiter in Salzstetten, wollte Brünz die Turnierpremiere steigen lassen. Schichten von morgens sechs bis nachts um zwölf schoben die Veranstalter in den letzten Tagen. Aber der Aufwand sollte sich lohnen - die Landesspitze war voll des Lobes: "Bessere Bedingungen findet man auch auf internationalen Turnieren nicht", erklärte unter anderem Nationenpreisreiter Hans-Dieter Dreher im Interview bei Reiterjournal.TV

Der Profi vom Dreiländereck brachte Top-Pferd Berlinda mit in den Landkreis Freudenstadt. Eigentlich sollte die Zwölfjährige nach ihren Auftritten bei den Stuttgart German Masters drei Monate Pause bekommen. Corona machte aus drei insgesamt sieben Monate. Vor einer Woche meldete sich Berlinda dann mit einem Sieg über 1.45 Meter in der Schweiz eindrucksvoll zurück. Auch im einzigen S-Springen von Waldachtal-Salzstetten zeigte sich die Ausnahme-Stute voll in Schuss. In der absolut schnellsten Zeit nahm Dreher den letzten Sprung ins Visier. Doch die Stange fiel - der Sieg damit futsch. So standen der sechsfache BW Bank-Hallenchampion Timo Beck und Mirabel VD Oudevelhoeve als Gewinner fest. In echter Beck-Manier hatte der Profi aus Kehl den Ein-Sterne-Parcours von Rüdiger Rau und Rainer Friederichs leicht aussehen lassen. Nur Benjamin Kuhn im Sattel von Cat Choupette sowie Rossen Raytchev samt Chester konnten Beck auf den Plätzen zwei und drei annähernd das Wasser reichen.

Den 800 Euro Obolus, den Roland Brünz für den Sieger extra hatte Springen lassen, investierte Beck postwendend in die Zukunft dieses Turniers. Prüfungen und weitere Veranstaltungen sollen in Waldachtal realisiert werden. "Wir alle müssen jetzt mithelfen", unterstrich Beck zum Abschluss noch einmal. Das Angebot nahm Turnier-Macher Andreas Brünz dankend an. Noch in diesem Jahr soll eine zweite Auflage des Turniers folgen. Dann mit gleich vier Springen der Klasse S. (FA)

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