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Montag, 10.02.2020

Eva Bitter: Schwarze Magie? Fehlanzeige!

All diejenigen Gäste, die auf magische Kräfte und Zaubertricks bei der heutigen Fachtagung des Leonberger Pferdemarkts hofften, wurden schon nach wenigen Minuten enttäuscht. Denn Eva Bitter, die trotz "stürmender Sabine" den Weg aus Niedersachsen ins Tilgshäusle auf sich nahm, stellte gleich klar: "Auf dem Weg nach oben gibt es keine Abkürzungen!" Zeigten die Referenten in den vergangenen Jahren das ein oder andere Mal, dass ein namhafter Reiter nicht immer auch eine gute Figur am Mikrofon abgeben muss, unterstrich die sechsfache Deutsche Meisterin im Springsattel von der ersten Sekunde an ihre Qualitäten als Trainer und Ausbilderin. Pferdesportverbandspräsident Gerhard Ziegler, der als treibender Motor hinter der Traditionsveranstaltung gilt, bewies mit Bitter ein glückliches Händchen - kaum ein Moment verging indem sie ihre sechs Demonstrations-Schüler aus der Region nicht in ihren Bann zog.

Dabei wirkte das Training ganz simpel: Zwei Cavalettis, 17,5 Meter Abstand dazwischen, darüber galoppieren, fertig. "Egal, ob ich bei Ludger Beerbaum, Marcus Ehning oder einem anderen Top-Reiter im Stall zum Training war, diese Arbeit machen sie alle. Ständig." Im Kleinen wird der Unterschied gemacht, predigte Bitter wieder und wieder. Das Variieren von Galoppsprüngen, das Einstellen von "Gas und Bremse" sowie die Schulung des Reiterauges, dazu reichen zunächst 40 Zentimeter aus. "Und über die hohen, schweren Parcours funktioniert das Ganze später ganz genauso!" Von sechsjährigen Nachwuchspferden bis zum S-platzierten-Routiniers hatte die Lebensgefährtin von Nationenpreisreiter Marco Kutscher ein breites Spektrum zu bedienen. Das gelang, denn die Basisarbeit ist für die wortgewandte Springreiterin im Grunde gleich.

Der gelungenen Praxiseinheit folgte eine bestens besetzte hippologische Fachtagung am heutigen Nachmittag. Neben Bitter kamen dort Prof. Dr. Michael Röcken und Dr. Dietrich Plewa zum Thema Pferdeankauf und -verkauf aus medizinscher und juristischer Sicht zu Wort. Die beiden Größen ihres Fachs informierten umfangreich und lieferten sich einen sehenswerten Schlagabtausch. Das Reiterjournal war wie gewohnt für Sie beim Pferdemarkt vor Ort. Ein ausführlicher Bericht folgt in der kommenden Ausgabe. (FA)

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