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Sonntag, 20.09.2020

DJM: Alia Knack greift in Riesenbeck zu Silber

Foto: Buerstätte
Foto: Buerstätte

Der Finaltag hatte in Riesenbeck für Alia Knack nicht nach Plan begonnen. Nachdem sich das 17-jährige Ausnahmetalent aus Boll in den ersten beiden Wertungsprüfungen der Deutschen Meisterschaft keinen einzigen Springfehler erlaubte, kullerte im ersten Umlauf des letzten, entscheidenden Springens eine Stange zu Boden. Damit war die EY-Cup Siegerin von Lamprechtshausen vorerst raus aus den Medaillenrängen. Die Enttäuschung war der Nachwuchsspringreiterin anzusehen. Abgerechnet wird ja aber bekanntlich erst ganz zum Schluss.

Mit einer reiterlichen Meisterleistung im zweiten Umlauf bewahrte sich Knack ihre Chance doch noch aufs Podium zu springen. Hochkonzentriert und souverän flog Erfolgspferd Claus Peter durch Riesenbeck. Diesmal stand die "Null"! Nun waren sie auf Fehler der Anderen angewiesen. Denn vier Reiter sollten noch folgen, die bislang weniger als einen Hindernisfehler verbuchten. Und die Konkurrenz tat dem Paar aus Baden-Württemberg den Gefallen. Gleich drei der vier Junioren patzten auf der Zielgeraden. Silber war der jungen Trägerin des Goldenen Reitabzeichens damit sicher. Johanna Beckmann aus Schleswig-Holstein hatte es mit ihrem Cheenook als Schlussreiterin dann in der Hand. Als die Stange fiel war für Knack sogar der Titel noch zum Greifen nah. 1.16 Strafpunkte zu viel waren es am Ende, um gegen Beckmann ins Stechen zu ziehen. Silber, der höchstverdiente Lohn.

Nach Children-Bronze 2016 mit Campari holte Alia Knack damit zum zweiten Mal bei der "Deutschen" Edelmetall. Sie ist im Parcours Baden-Württembergs stärkste Nachwuchskraft.

Deutlich nach vorne kämpfte sich am Turniersonntag Lea-Sophia Gut aus Sulmingen und ihr Cekkato. Die ehemalige Deutsche Meisterin im Ponysattel lieferte mit zwei fehlerfreien Runden ab und zeigte, dass sie national auch bei den "Großen" mithalten kann. Platz sieben, ein beachtlicher Erfolg.

Bei den Ponys und im Children-Lager hatte das Ländle mit den Top Ten nichts zu tun. Arwen-Charlotte Thaler schloß als beste Baden-Württembergerin die Pony-Meisterschaft auf Platz 13 ab, bei den Children waren die schwarz-gelben Farben im Finale erst gar nicht verteten. (FA)

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