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Mittwoch, 18.09.2019

Körschmühle: Der Nächste packt seine Koffer

Eine Erfolgsgeschichte sieht anders aus: Im November 2016 wurde der RSV Stuttgart Untere Körschmühle als Pächter der Reitanlage der Familie Hölzel in Stuttgart-Möhringen ins Leben gerufen - seitdem wechseln im Jahrestakt die Ausbilder vor Ort. Nach Steffi Lempart und Ralf Müller, die noch selbstständig in der Körschmühle tätig waren, übernahm erst Dressurreiterin Miriam Graf, dann der ehemalige Tübinger Holger Plogsties und zuletzt zu Beginn des Jahres Württembergs Regionaltrainer Holger Schulze die Leitung.

Neben Schulzes Musterschülern, der bis in den Drei Sterne-Sport erfolgreichen Natalie Gauß und Juniorin Nina Hermle, fassten durch sein Training in den letzten Monaten auch junge Nachwuchsreiter aus der Körschmühle in der Landesspitze Fuß. Doch auch das neue Zugpferd in Form von Holger Schulze macht nun früher als geplant Schluss und packt im Dezember seine Koffer: "In meiner Position als Betriebsleiter und Trainer waren die Vorstandschaft und ich einfach verschiedener Auffassung, was die Ausführung und den Umfang der Aufgabenbereiche betrifft. Ich bin Reiter und Trainer. In dieser Funktion stehe ich, wenn gewünscht, auch zukünftig zur Verfügung." Seine Pferde - darunter die auffällige achtjährige Donna Clara, die zuletzt beim Turnier in der Körschmühle erneut in der Klasse S siegte - ziehen zum Jahreswechsel nach Albershausen, nur wenige Gehminuten von Schulzes Zuhause entfernt.

"Ich werde meine Tätigkeit als Trainer noch weiter intensivieren und konzentriere mich zukünftig noch mehr darauf wissbegierigen Schülern weiterzuhelfen", blickt Schulze, der die Dressurszene in Baden-Württemberg seit Jahren vorantreibt und sich auch als Initator der "The Fourties"-Serie einen Namen machte, voraus. Auch seine Beratungstätigkeit bei anderen Dressur-Cups und Turnierveranstaltungen will der Pferdemann wieder ausbauen. Die Zukunft der Körschmühle ist dagegen erneut offen. Der heiße Stuhl ist wieder frei geworden. (FA)

Foto: D. Matthaes

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