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Freitag, 22.11.2019

Karl Single für Lebenswerk geehrt

Anlässlich der Stensbeck- und Graf-Lehndorff-Feiern am 21. November in Warendorf wurde Karl Single, ehemaliger Ausbildungsleiter des Baden-Württembergischen Haupt- und Landgestütes Marbach, für sein Lebenswerk mit der Stensbeck-Plakette in Gold geehrt.

Single, der nach 48 Dienstjahren in Marbach im August in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet wurde, hat in seiner Zeit als Ausbildungsleiter in Marbach rund 520 Auszubildende des Gestütes betreut. 1971 trat Single in Marbach seinen Dienst als Pferdewärter an und machte in den folgenden Jahren eine Bilderbuchkarriere, die ihm 1990 den Titel des Hauptsattelmeisters einbrachte. Von 1984 bis 2001 übernahm er außerdem die Leitung der Reitschule Marbach, der heutigen Landesreitschule, und anschließend die Funktion des Ausbildungsleiters und die Leitung des Reitkommando Marbachs bis zu seiner Pension. Außerdem leitete er während seiner Dienstzeit in Marbach fast 20 Gestütsauktionen mit etwa 500 Auktionspferden und war als Trainingsleiter für rund 500 Hengste bei Hengstleistungsprüfungen verantwortlich.

Zudem engagierte sich Single auch ehrenamtlich für die Berufsausbildung. Bis heute ist er Mitglied der Prüfungskommission im Beruf Pferdewirt in Baden-Württemberg sowie für die bundesweiten Prüfungen in Warendorf. Seit 1984 ist er Mitglied des Prüfungsausschusses für die Zwischen- und Abschlussprüfungen. Von 2001 bis 2011 war er im Ausschuss für die Meisterprüfungen im Schwerpunkt Klassische Reitausbildung aktiv. Vielen Auszubildenden ist Single auch als langjähriger Mannschaftsführer bei den Bundesberufswettbewerben bekannt, bei denen die von ihm betreuten Lehrlinge zahlreiche Erfolge erringen konnten. Als Mitglied im Gutachterausschuss ist er zudem für die Anerkennung von Ausbildungsstellen zuständig. Hannes Müller, Ausbildungsleiter an der Deutschen Reitschule in Warendorf bezeichnete in seiner Laudatio Single als einen stets objektiven Prüfer, der aber zugleich auch immer sein Herz für die Kandidaten gezeigt habe.

Text und Foto: Thomas Hartwig

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