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Samstag, 13.04.2019

Dressurreiter legen Kader-Streit bei


Baden-Württemberg bekommt wieder einen Dressur-Landeskader. Darauf konnten sich am Rande des Walldorfer Dressurturniers die Vertreter des Landesverbandes und die Aktiven einigen, die allerdings in nur spärlicher Anzahl zum Krisengespräch erschienen waren  -  was nach der Empörung Anfang des Jahres eher unverständlich war. Der Disziplinausschuss soll nun tagen und einen Kader von zehn bis zwölf Reiterinnen und Reitern aufstellen. Dafür sollen Grand Prix-Platzierungen zählen.


Landestrainer Christoph Niemann und Landesverbands-Geschäftsführerin Miriam Abel sowie Olympiasieger Martin Schaudt als Vermittler legten ein Konzept vor, mit dem die Aktiven gut leben können: Es wird wieder ein Kader  aufgestellt, eine Kadermitgliedschaft wird allerdings mit Kriterien verknüpft. Nach denen sind die Landesmeisterschaften ein Pflichtstart , wenn es keine gesundheitsbedingten Gründe für ein Fernbleiben gibt. Die Reiter unterschreiben eine Kadervereinbarung, der Landesverband bietet einmal im Jahr einen Kaderlehrgang bei einem renommierten Ausbilder an. Außerdem soll es einmal im Jahr ein Kadertreffen mit Aussprache geben.
Dieses Angebot wurde zumindest von dem kleinen Grüppchen Reiter positiv angenommen.

Landestrainer Niemann gestand zu, dass man vor dem "blauen Brief" kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres früher das Gespräch mit den Reitern hätte suchen müssen. Nun wolle man aber gemeinsam nach vorne blicken. Der Zank habe, so Niemann, aber auch etwas Positives gehabt: "Jetzt wissen wir, dass den Reitern eine Kaderzugehörigkeit etwas bedeutet." (rok/Foto: Doris Matthaes)

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