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Samstag, 25.05.2019

Almased will Reglement ändern

In Hamburg findet am kommenden Wochenende eine Woche nach der Station im dänischen Aalborg die dritte diesjährige Qualifikation der Almased-Dressur-Tour mit baden-württembergischer Beteiligung statt. Wegen einer unklaren Differenzierung zwischen Amateuren und Berufsreitern ist die Serie in die Kritik geraten.

Anica Fröhling aus Mannheim wurde in Aalborg in der Inter I der Tour Zweite, im Geld landete außerdem die Welzheimerin Meike Lang, die seit letztem Jahr Bereiterin am dänischen Stall Helgstrand ist. Beide sind ohne jeden Zweifel Berufsreiterinnen, sogar in fester Anstellung, beide sind geprüfte Pferdewirtschaftsmeisterinnen – professioneller geht es nicht.

Die beiden Amazonen bekommen jetzt die Häme einiger Kritiker ab, weil der Almased-Cup (benannt nach einem Diätmittel)  wirbt: „Almased Dressage Amateurs“. Das ist – gelinde gesagt – irreführend, wie jetzt auch Ulf Möller auf Reiterjournal-Anfrage bestätigt hat. Möller, der Mitarbeiter am dänischen Dressurstall Helgstrandt ist, steht als sportlicher Berater hinter der Serie.

Denn wer  in das Reglement der Serie schaut, sieht, dass es - zumindest nach deutschen Reglement - gar nicht um Amateure geht. Es sind lediglich Reiter ausgeschlossen, die Punkte auf der FEI-Weltrangliste haben. Diese haben – was die Saison 2018  betrifft – weder Anica Fröhling noch Meike Lang. Beide sind also laut Reglement  startberechtigt; dass sie nun in der Kritik stehen, erscheint auch den Veranstaltern entsprechend ungerecht. Denn zumindest die St.Georg/Inter I-Tour ist sportlich hochwertig besetzt, die Siegesritte werden von einer internationalen Jury mit 70 Prozenten und besser bewertet. Es sind also keine S-Siege „zweiter Klasse“.

Dahinter steckt, wie Ulf Möller erklärt, ein Missverständnis. "Die Prüfung ist klar für Amateure gedacht", bestätigt er. Als es bei der FEI - wo der Amateurstatus unklar ist - um die Startberechtigungen ging, habe man schlichtweg nicht daran gedacht, dass Berufsreiter nicht zum Kreis der ausgeschlossenen Teilnehmer gehören könnten. Möller: "So war das nicht gewollt."

Man stehe nun bereits mit der FEI im Gespräch, um das Reglement im kommenden Jahr zu konkretisieren, um dann eindeutige Berufsreiter auszuschließen, erklärte er (rok).

 

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