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Sonntag, 19.08.2018

Hansi macht’s nochmal


Es war eine souveräne Runde: Als letzter Starter im Stechen musste Hans-Dieter Dreher, seit Jahren Baden-Württembergs Nummer eins, nur noch ohne Abwurf bleiben. Das gelang ihm locker. Im zweiten Jahr hintereinander siegte der Grenzland-Mann am Sonntag im Großen Preis von Donaueschingen, diesmal auf dem bereits 17-jährigen aber frischen Hengst Embassy II, mit dem Dreher schon vor fünf Jahren den Großen Preis von Stuttgart gewinnen konnte und 2014 nahe an einer Teamnominierung war.  

Der Hannoveraner Zuchthengst vom Gestüt Galmbacher musste zwischenzeitlich verletzungsbedingt pausieren, ist aber wieder in Topform. Hansi Dreher ist erst der zweite Reiter in der Geschichte des Turnierklassikers, der den Großen Preis zweimal hintereinander gewinnen konnte. Das gelang bislang nur der britischen Amazone Liz Edgar in den 80er-Jahren.  

Dreher konnte alle anderen fünf Reiter im Stechen abwarten, alle hatten einen Abwurf – so dass er ganz auf Nummer sicher reiten konnte. So holte er sich den Großen Preis souverän und genussvoll zum zweiten Mal. Das ist die richtige Rückendeckung für die Wochen vor der WM in Tryon, wohin er als Reservereiter fliegen wird. Berlinda ist dort sein Pferd, das 2017 den Großen Preis von Donaueschingen gewonnen hat.

Zwei Baden-Württemberger waren auch noch stark im Großen Preis: Sven Schlüsselburg zeigte mit dem gewaltig springenden Schimmel Bud Spencer eine starke Runde – ohne Springfehler, nur ein bisschen zu langsam für eine ganz weiße Weste. Und Marcel Marschalls feine Stute Utopia wurde nur von einem ganz leichten Fehler am Einzug ins Stechen gehindert (rok/Foto: Lafrentz).

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